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| 16:16 Uhr

Handarbeit
Schneemänner aus dem Ofen für klirrende Kälte gerüstet

Kommt ein kalter Winter mit oder ohne Schnee? Egal! Diese Schneemänner zumindest sind ziemlich temperaturunempfindliche Gesellen.
Kommt ein kalter Winter mit oder ohne Schnee? Egal! Diese Schneemänner zumindest sind ziemlich temperaturunempfindliche Gesellen. FOTO: vrs1 / Rösler Veit
Hohenleipisch. Kommt ein kalter Winter mit oder ohne Schnee? Egal! Die Schneemänner aus der Töpferei Biebach in Hohenleipisch (Foto) zumindest sind ziemlich temperaturunempfindliche Gesellen. Bis zu 1150 Grad Celsius müssen die eisigen Wahrzeichen des Winters im Töpferbrennofen überstehen.

Kommt ein kalter Winter mit oder ohne Schnee? Egal! Die Schneemänner aus der Töpferei Biebach in Hohenleipisch (Foto) zumindest sind ziemlich temperaturunempfindliche Gesellen. Bis zu 1150 Grad Celsius müssen die eisigen Wahrzeichen des Winters im Töpferbrennofen überstehen. Bevor es soweit ist, betreiben Keramikerin Nicole Biebach (55) und Töpfermeister Andreas Biebach (57) einen hohen handwerklichen Aufwand. Nachdem jeweils zwei Kugeln aus noch flüssigem Lehm gegossen sind, werden diese nach einer ersten Trocknungsphase miteinander verbunden und mit einer Vielzahl von Dekorationselementen, wie einem Schal, mit Knöpfen, Nase und Hut versehen.

In anspruchsvoller Handarbeit entstehen so durch das Anmodellieren der Gestaltungselemente und das Ausstechen von Sternenmotiven Schneemänner, Schneefrauen und Schneekinder, von denen jedes ein individuelles Unikat darstellt.

Es folgt eine weitere zweiwöchige Trocknungsphase, an die sich ein erster Besuch der Schneemänner im Brennofen bei 950 Grad Celsius anschließt. Danach werden die halbfertigen Produkte farblich gestaltet und mit einer Glasur überzogen. Nun kommt die für einen solchen Schneemann härteste Phase seiner Entstehung: ein Brennvorgang bei exakt 1150 Grad für acht lange Stunden. Damit sind die Schneemänner für viele Jahre, selbst bei Außenbedingungen mit klirrender Kälte und mit einer Kerze im Innern gerüstet.

Erstmals angeboten wird die Neuentwicklung der Töpferei Biebach beim ersten Adventstöpfermarkt in Radebeul Altkötzschenbroda am 2. und 3. Dezember.

(vrs)