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| 02:41 Uhr

Schlussspurt auf dem Bahnhof in Elsterwerda

Die Arbeiten zum Einbau der beiden neuen Aufzüge auf dem Bahnhof Elsterwerda sind fast beendet. Am 19. Juni ist TÜV-Abnahme, am 6. Juli sollen sie zur Nutzung freigegeben werden.
Die Arbeiten zum Einbau der beiden neuen Aufzüge auf dem Bahnhof Elsterwerda sind fast beendet. Am 19. Juni ist TÜV-Abnahme, am 6. Juli sollen sie zur Nutzung freigegeben werden. FOTO: Claus
Elsterwerda. Etwa fünf Millionen Euro hat die Deutsche Bahn in die nachhaltige Erneuerung der Infrastruktur auf dem Bahnhof Elsterwerda investiert. Allein für neue Gleisanlagen samt Weichen- und Sicherungstechnik sind drei Millionen Euro ausgegeben worden. Ein neuer Personentunnel, zwei Aufzüge und komplett neu errichtete Bahnsteige 2 und 3 sind entstanden. Frank Claus

Seit September des vergangenen Jahres ist der Bahnhof Elsterwerda Großbaustelle. Nun nähern sich die Bauarbeiten dem Abschluss, wie DB-Netz-Projektleiter Matthias Große erläutert. Gegenwärtig würde der 320 Meter lange Bahnsteig 2/3 inklusive neuer Gleise fertiggestellt. Zwischen Gleis 2 und 3 entstehen ein größeres und zwei kleinere Wetterschutzhäuschen für die Reisenden. Die Gleisbauarbeiten dauern noch bis zum 16. Juli. Zwischen dem 13. und 16. Juli solle es eine nochmalige Qualitätsstopfung der Gleise geben. Die macht sich durch die Setzung des Gleisbettes nach Neueinbau nötig. Im Herbst passiert Gleiches noch für die Weichenbereiche.

Fast abgeschlossen sind die Arbeiten zum Einbau der beiden Aufzüge. Am 19. Juni ist TÜV-Abnahme, am 6. Juli sollen beide Aufzüge in Betrieb gehen.

In der nächsten Woche werden auch die Einhausungen der beiden Treppenanlagen montiert. Weil die bisher fehlten, stand bei Regen der Tunneldurchgang bereits unter Wasser. Das hat auch LR-Leser Wilfried Hoffmann bemerkt, der schreibt: " (…) im Tunnel hapert es gewaltig. Seit der Übergabe mussten die Reisenden bereits mehrmals durch im Tunnel stehendes Wasser waten, um den gewünschten Bahnsteig zu erreichen. So auch wieder am 2. Juni. Das Wasser flutete den kompletten Tunnel und stand teilweise bis zu vier Zentimeter hoch. Eine Eigen- oder Zwangsentwässerung des Tunnels ist nirgends erkennbar. Die wurde vielleicht auch gar nicht projektiert, denn in den vergangenen Wochen konnte man hier seit der Eröffnung des Öfteren Bahnhofsarbeiter mit Eimern beim Wasserschöpfen sehen."

Thomas Pansegrau, Projektleiter Station und Service, erläutert, dass dies tatsächlich an den fehlenden Einhausungen gelegen habe. Im Tunnel selbst gebe es einen Pumpensumpf, aus dem im Havariefall mit einer Tauchpumpe das Wasser abgepumpt werden könne. Eine Entwässerung sei nicht projektiert, weil nicht nötig und hätte durch Einbau einer Hebeanlage nur zur Verteuerung der Kosten geführt.

Die Einhausung der Treppenanlage verhindere künftig immensen Wassereintrag. "Natürlich ist bei ungünstiger Witterungslage nie ganz auszuschließen, dass auch mal Regen oder Schnee in den Treppenbereich hineinschlagen", so Thomas Pansegrau. Aber das kenne jeder Häuslebesitzer ja auch. Da reiche mitunter der beste Dachüberstand oder Vorbau nicht.