ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:26 Uhr

Martinskirchen
Schloss zieht Gäste in seinen Bann

Der Fürstenwalder Frank Werkmeister vom Förderverein Schloss Martinskirchen präsentiert vor historischer Kulisse einen begehrten 0-Euro-Schein.
Der Fürstenwalder Frank Werkmeister vom Förderverein Schloss Martinskirchen präsentiert vor historischer Kulisse einen begehrten 0-Euro-Schein. FOTO: Veit Rösler
Martinskirchen. Der Förderverein Schloss Martinskirchen hat in dem kleinen Mühlberger Ortsteil mit dem Blütenfest ein Volksfest gefeiert, das auch von vielen auswärtigen Gästen aus Brandenburg und Sachsen besucht wurde. Von Veit Rösler

Einige waren erstmals da und mancher Erstbesucher hatte sogar seine Schwierigkeiten, den kleinen Ort überhaupt zu finden. Grund für die große Resonanz waren mehrere von dem 25-köpfigen Förderverein inszenierte, überregional interessante Anziehungspunkte im Programmverlauf. „Große Anerkennung für so viel Mut“, meinte Annemarie Schöne aus Bad Liebenwerda. Sie war nach Martinskirchen gefahren, um den Förderverein bei seiner Arbeit zu unterstützen. Und natürlich auch, um ein paar von den zum Verkauf angebotenen 0-Euro-Scheinen zu erwerben. „Wir würden es jederzeit wieder tun und wir denken bereits über eine weitere Auflage mit einem neuen Motiv nach“, ist sich Frank Werkmeister vom Förderverein Schloss Martinskirchen sicher.

Das Schicksal hat ihn im September 2013 zum Tag des offenen Denkmals nach Martinskirchen „verirren“ lassen, wie er selber meint. Als Mitglied in der Deutschen Burgenvereinigung wollte er sich ein Bild vom Zustand des Schlosses machen. Dabei sei er auch in für die Öffentlichkeit unzugängliche Bereiche auf dem Dachboden gelangt. Das habe dazu geführt, dass er aus Versehen eingeschlossen worden sei, was zu Komplikationen geführt habe. „Das Schloss hat mich sprichwörtlich gefangen“, erinnert sich Frank Werkmeister. In der Folge sei er dann sogar Mitglied im Förderverein Schloss Martinskirchen geworden, obwohl er eigentlich aus Fürstenwalde stamme.

Als Ideengeber dieser Aktion hat Frank Werkmeister auch die nicht nur für Sammler interessanten 0-Euro-Scheine aus einer Druckerei in Frankreich besorgt. Insgesamt limitierte 500 Stück wurden von ihm persönlich zum Blütenfest ausnahmsweise zum Vorzugspreis von zwei Euro angeboten, was zu einer stetigen Umlagerung des Verkaufsstandes geführt hat. Für die einmalige Aktion mussten sogar die Seriennummern auf einer Registratur verankert werden. Etwa 4000 dieser Scheine hatten bereits vorher im E- Mail-Post-Verfahren für einen höheren Preis den Besitzer gewechselt. Die meisten Interessenten nehmen ohnehin mindestens zwei Scheine, um von der Vorder-und Rückseite zu profitieren. Daneben gibt es noch weitere, das 0-Euro-Geldschein-System umschreibende Andenken, wie zum Beispiel Bücher, Sammlertassen und Postkarten.

Weitere 500 Scheine mit ausgesuchten, für Sammler interessanten Seriennummern werden über Ebay zum Preis von fünf Euro angeboten. Selbst dieser Preis sei sogar für Währungs-Spekulanten interessant, denn sobald die Scheine alle sind und nicht wieder hergestellt werden, handelt es sich um ein abgeschlossenes geschichtliches Thema, mit garantierter Wertsteigerung. Schon jetzt wird der Schein Martinskirchen im Internet mit bis zu 9,50 Euro gehandelt.

„Sollte es eine Neuauflage geben, über die wir bereits nachdenken, wird der Schein ein anderes Motiv tragen“, lässt Frank Werkmeister durchblicken. Als Motiv biete sich natürlich die schöne Vorderfassade an. Unmittelbar hinter dieser war zum Blütenfest eine weitere Attraktion des Schlosses Martinskirchen aufgebaut: die über 450 atemberaubenden Sammlerpuppen einer Puppensammlerin aus Brandenburg.

Das Barockschloss Martinskirchen kann bis Ende Oktober dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 11 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr innen besichtigt werden. Dazu jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr und auf Anfrage.