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| 16:32 Uhr

Angler und Tierarzt warnen
Mensch und Tier sollen die fischtote Schwarze Elster meiden

 Vor allem zwischen Bad Liebenwerda und Neumühl wurden bislang tote Fische aus der Schwarzen Elster geholt. Vögel bedienen sich an den treibenden Kadavern, die durch ihre Verwesung für zusätzliche Keime im Wasser sorgen.
Vor allem zwischen Bad Liebenwerda und Neumühl wurden bislang tote Fische aus der Schwarzen Elster geholt. Vögel bedienen sich an den treibenden Kadavern, die durch ihre Verwesung für zusätzliche Keime im Wasser sorgen. FOTO: Gunter Gasde
Plessa/Kahla. Der Zustand der Schwarzen Elster ist besorgniserregend. Wegen des sauren Wassers gibt es jetzt sogar eine eindringliche Warnung.

Der pH-Wert in der Schwarzen Elster bei Plessa und weiter flussabwärts durch eingeleitetes saures Wasser liegt nach wie vor unter 4,5. Das hat Gunter Gasde, Kreisgewässerwart des Elbe-Elster-Anglerverbandes Bad Liebenwerda, diese Woche selbst noch einmal festgestellt.

Während einer der Wasserproben, so teilt er mit, habe er Hundebesitzer davon abgeraten, ihren Vierbeiner in das saure Wasser zu lassen.

So ein Bad in dem Fluss sollte besonders hautempfindlichen Tieren nicht gestattet werden, ergänzt Tierarzt Dr. Ekkehard Stamnitz aus Falkenberg. Und es komme noch eines hinzu: die Keimbelastung durch die massenhaft verendete Flora in der Schwarzen Elster. Deshalb sollten Mensch und Tier den Kontakt mit diesem kaum noch fließenden Gewässer derzeit meiden. Der Tierarzt hat sich dieser Tage den Zustand der Elster selbst angesehen und spricht angesichts der Vielzahl toter Fische von einem Trauerspiel.

Die Untersuchungen der zuständigen Behörden zu den Urs[Link auf Beitrag 59612807] achen und möglichen Verursachern dauern an.

 So sieht es aus, wenn sich relativ sauberes Elsterwasser und eisenhydroxidbelastetes, saures Wasser langsam vermischen.
So sieht es aus, wenn sich relativ sauberes Elsterwasser und eisenhydroxidbelastetes, saures Wasser langsam vermischen. FOTO: LR / Manfred Feller
 In Plessa treffen saures Grabenwasser und die Schwarze Elster mit einem guten pH-Wert aufeinander.
In Plessa treffen saures Grabenwasser und die Schwarze Elster mit einem guten pH-Wert aufeinander. FOTO: LR / Manfred Feller
(mf)