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Festliche Begrüßung am Samstag
Sabrina Pieper ist die neue Pfarrerin in Mühlberg

Pfarrerin Sabrina Pieper freut sich auf ihre Aufgaben in Mühlberg.
Pfarrerin Sabrina Pieper freut sich auf ihre Aufgaben in Mühlberg. FOTO: Veit Rösler
Mühlberg. Die offizielle Amtseinführung findet am Samstag statt. Von Veit Rösler

„Evang. Pfarramt Sabrina Pieper” steht bereits auf der Klingel und offiziell eingezogen in das riesige Pfarramt mit Garten südlich der Frauenkirche ist die junge lebensfrohe Frau bereits am 1. April. Am kommenden Samstag ab 14 Uhr findet bei einem feierlichen Gottesdienst mit Chor und Posaunenchor sowie im Beisein der zur Kirchgemeinde gehörenden Gemeindekirchenräte in der Kirche mit den zwei Altären nahe dem Rathaus die festliche Begrüßung mit Segnung der neuen Mühlberger Pfarrerin durch Superintendent Christoph Enders und damit der offizielle Amtsbeginn statt. Bis zu diesem wichtigen Augenblick führt noch Christoph Enders den Gottesdienst. Danach übernimmt dann Sabrina Pieper die Kirchgemeinde, zu der neben der Stadt Mühlberg noch weitere neun Kirchen in Dörfern in der unmittelbaren Umgebung gehören.

Sabrina Pieper wurde 1977 in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen geboren. Nach dem Abitur 1996 habe sie noch nicht gewusst, was sie studieren soll. Nach einem Jahr Praktikum hat sie sich für die Fachgebiete Lehramt und Religion entschieden, um sich dann vollumfänglich auf die Theologie zu konzentrieren. Nach dem Studium an der Ruhr-Universität in Bochum bei der Westfälischen Landeskirche und dem Examen im Jahr 2012 hat sich Sabrina Pieper bei verschiedenen Landeskirchen beworben. Dabei ist sie von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland vom Landeskirchenamt Erfurt aufgenommen worden. Daraufhin hat sie für zwei Jahre das Vikariat in Prettin übernommen, eine Kirchgemeinde mit 16 Orten. Das Vikariat ist dienstrechtlich ein Vorbereitungsdienst, ähnlich dem Referendariat im öffentlichen Dienst. Nach einem weiteren Jahr in Erfurt ist Sabrina Pieper dann zum 1. April nach Mühlberg umgezogen.

In ihrem Entsendungsdienst wird Sabrina Pieper erst einmal drei Jahre in Mühlberg tätig sein. Danach werden sowohl die Kirchgemeinde als auch sie selber entscheiden, ob die Zusammenarbeit weiter fortgesetzt wird oder ob sich Sabrina Pieper für eine andere Stelle bewirbt.

In Mühlberg tritt Sabrina Pieper durch ihre Amtsvorgängerin Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech in große Fußstapfen. Beide Pfarrerinnen haben sich bereits vor Ostern bei einer Taufe kennengelernt. „Kerstin Höpner-Miech hat mir ihre Unterstützung zugesagt. Ich kann zu ihr kommen, wenn ich Fragen habe“, so Sabrina Pieper. Neben den Gottesdiensten, Trauungen und Taufen möchte sich Sabrina Pieper vor allem auch um ihre seelsorgerische Berufung kümmern. „Für mich ist es eine wichtige und schöne Aufgabe, Menschen in schwierigen Situationen Trost zu spenden, bei ihnen zu sein, mit ihnen schwere Stunden zu erleben und zu durchleben“, so Pieper. Daneben möchte sie das kirchliche Leben aktiv halten, Gruppen betreuen um die Menschen, die dazu bereit sind, zu bewegen, zu begeistern und zu befähigen, etwas selber zu machen. Immerhin könne eine für zehn Kirchgemeinden zuständige Pfarrerin nicht alles allein in die Hände nehmen und bewerkstelligen. Weitere Aufgaben sieht Sabrina Pieper darin, Kontakte zur Stadtverwaltung zu knüpfen und die bereits mit dem Kloster bestehende rege ökumenische Zusammenarbeit weiterzuführen. Natürlich gehören auch die Verwaltungsaufgaben zu den Obliegenheiten einer Pfarrerin.

Noch etwas zurückhaltend steht die allein stehende Frau dem riesigen Pfarrhaus gegenüber, welches darauf angelegt ist, dass darin eine Familie mit vielen Kindern wohnen kann. Für ihre Freizeit freue sie sich schon darauf, in dem großen Garten auf der Südseite des Kirchgrundstückes arbeiten zu können. Daneben spielt die Pfarrerin gern Gitarre, Klarinette und Tenor-Saxofon. Fähigkeiten, die sicher auch in den Gottesdiensten und bei kirchlichen Festveranstaltungen eingesetzt werden können. Nachdem sie schon früher in einem Orchester im Chor gesungen hat, will die neue Mühlberger Pfarrerin versuchen, in einem Chor im Raum Mühlberg oder Bad Liebenwerda aktiv mitzuwirken.

Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Frauenkirche findet am Samstag ein kleiner Empfang im Diakonat statt, bei dem die Gäste mit der neuen Pfarrerin persönlich ins Gespräch kommen können.