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| 16:27 Uhr

RUNDSCHAU-Leser-Gewinnspiel
Der Tausender kommt wie gerufen

 Peter Göpel aus Elsterwerda hatte beim RUNDSCHAU-Leser-Gewinnspiel mehr Glück als seine Frau Annette. Beide rätseln gern, aber den schnelleren Draht zu Fortuna hatte in dieser Woche der 59-Jährige gelegt.
Peter Göpel aus Elsterwerda hatte beim RUNDSCHAU-Leser-Gewinnspiel mehr Glück als seine Frau Annette. Beide rätseln gern, aber den schnelleren Draht zu Fortuna hatte in dieser Woche der 59-Jährige gelegt. FOTO: LR / Manfred Feller
Elsterwerda. Peter und Annette Göpel aus Elsterwerda sparen für einen neuen Herd und den Bergurlaub. Von Manfred Feller

Für den Elsterwerdaer Peter Göpel und seine Frau Annette kommt der RUNDSCHAU-Leser-Gewinnspiel-Tausender wahrlich wie gerufen. Mit seiner Erwerbsunfähigkeitsrente und dem Gehalt der Gattin, die als Verpackerin in einem größeren Unternehmen in der Stadt arbeitet, sind keine großen Sprünge zu machen. „Wir sparen für einen neuen Küchenherd“, sagt die 53-Jährige. Auch, wenn es etwas teurer wird, sollen es die „schnellen“ Induktionskochfelder werden. Der alte Gasherd aus der Nachwendezeit darf in den verdienten Ruhestand gehen.

„Das Restgeld nehmen wir für den Urlaub“, weiß der 59-Jährige auch damit etwas anzufangen. „Wir fahren immer zum Wandern in die Berge nach Reit im Winkel, seit zwölf oder dreizehn Jahren schon“, ergänzt die Ehefrau. Dann sind sie ein bis zwei Wochen jeden Tag unterwegs durch die Natur. Da der Sohn in München lebt und arbeitet, ist jeweils auch ein Wiedersehen fest eingeplant. Die Töchter des Paares und die drei Enkel sind zum Glück im Elbe-Elster-Kreis geblieben.

Vor etwa drei Jahren hatte sich das Leben von Peter Göpel im wahrsten Sinne von einer Minute auf die andere geändert. Der erfahrene Berufskraftfahrer im Deutschland-Fernverkehr hatte während der Fahrt einen Schlaganfall erlitten. „Ich konnte den Lkw gerade noch so auf einen Parkplatz lenken“, erinnert er sich daran. Er hatte damit womöglich einen Verkehrsunfall verhindert, und ihm konnte geholfen werden.

Da sich der Schlaganfall auch auf sein Sehvermögen ausgewirkt hat, musste er seine Arbeit nach 36 unfallfreien Jahren für immer aufgeben. „Er wäre so gern weitergefahren“, bedauert Annette Göpel, dass ihr Mann seitdem keinen Beruf mehr ausüben kann.

Angefangen hatte er zu DDR-Zeiten auf einem Lastwagen S 4000. Es folgten der W 50, der LO und nach der Wende alle modernen West-Lkw. Seit dem Schlaganfall übernimmt Annette Göpel alle privaten Fahrten.

Der neue Herd wird vor allem das Arbeitsfeld von Peter Göpel werden. Er koche viel und gern. „Das habe ich mir im Ruhestand angeeignet“, sagt er und überrascht ein ums andere Mal seine Gattin, wenn diese von der Arbeit kommt. Ganz ungewohnt war die Essenszubereitung für den 59-Jährigen anfangs als EU-Rentner nicht, auch wenn er zuvor meistens nur am Wochenende zu Hause war. „Als Fernfahrer ist man Selbstversorger. Wenn wir unterwegs waren und an Feiertagen stehen mussten, dann wurde auf dem Parkplatz auch schon mal gegrillt“, erinnert sich Peter Göpel gern an die manchmal auch romantische Truckerzeit zurück.

Einen Tausender beim RUNDSCHAU-Leser-Gewinnspiel abzustauben, das haben Annette und Peter Göpel in dieser Woche nacheinander beide versucht. Am ersten Tag hatte sie kein Glück, er einen Tag später schon.

Beide sind keine Glücksritter und haben sich immer lieber auf ihrer Hände Arbeit verlassen. Deshalb müssen sie eine Weile überlegen, ob Fortuna sie neben dem seltenen und schwach dotierten Lottodreier schon einmal geküsst hatte. „Doch, es war Anfang der 1990er-Jahre, als in Elsterwerda das Renault-Autohaus eröffnet hatte. Damals haben wir einen Twingo gewonnen, den wir ein Jahr lang fahren durften“, so Annette Göpel. Das sei es dann auch schon gewesen. Beide rätseln gern mal, jedoch nicht übertrieben oft, sagen sie.

Peter Göpel nutzt die freie Zeit trotz seiner Einschränkung, um fit zu bleiben. Holzarbeiten sind sein Ding. Am Haus und auf dem Grundstück sei immer etwas zu tun. „Ich gehe jeden Tag bis zu drei Stunden spazieren. Dann kommen zwölf bis fünfzehn Kilometer zusammen“, versichert er. Elsterwerda und Umgebung bis hin nach Dreska und Kraupa kennt er wie seine Westentasche. Stets muss es eine andere Strecke sein. Was er nicht mitbekommt, erfährt er aus der Heimatzeitung.

So manches fällt ihm in und um Elsterwerda auf: „Wir haben eine schöne Landschaft, besonders an der Schwarzen Elster.“ Wenn er durch das Stadtzentrum spaziert, dann wünschte er sich mehr Leben und insgesamt mehr Spielmöglichkeiten für Kinder. Weg möchte er hier nicht. „Ich bin viel herumgekommen. Heimat ist Heimat“, sagt der einstige Hohenleipischer.