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Rüstig bis ins hohe Alter

Elsterwerda.. Gestern hatte Kurt Rothe aus Elsterwerda sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Mit Freunden und Familienangehörigen feierte der rüstige Rentner seinen 90. Geburtstag. Mit dabei natürlich die beiden Kinder Ilse und Volker, die vier Enkelkinder und fünf Urenkel.


Viele Glückwünsche galt es am Telefon entgegenzunehmen. „Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Das Glas kann ich beim Feiern natürlich nur halb voll machen. Ich muss mich viel bewegen“ , sind unter anderem die Antworten auf die Fragen der RUNDSCHAU.
Kurt Rothe wurde 1913 in Biehla geboren. Als Kind erlebte er mit, wie Vater Adolph in den Krieg zog und erst 1920 aus der Gefangenschaft zurückkehrte. Über 60 Jungen und Mädchen gingen damals zusammen in eine Klasse in die Biehlaer Schule. Als Jugendlicher war es schwer eine Lehrstelle zu bekommen. Als so genannter "Anlerner" begann Kurt Rothe in der Steingut. Später ging er auf Montage und danach wurde er Lastwagen-Fahrer. Ein Schicksalsschlag erlitt Kurt Rothe 1937 bei der Geburt seiner Tochter, bei der seine Ehefrau Ilse verstarb. Seine zweite Ehefrau Frieda brachte 1942 Sohn Volker zur Welt.
Von 1939 bis 1945 musste Kurt Rothe in den Kriegseinsatz, bei dem er bis nach Stalingrad kam. Im Jahr 1997 zog Kurt Rothe aus Bremen, wo er viele Jahre ein Zuhause gefunden hatte, in seine alte Heimat nach Elsterwerda, wo noch viele Verwandte wohnen.
In einer Wohnung für betreutes Wohnen in der Elsterwerdaer Innenstadt meistert er noch immer trotz des hohen Alters mit Kochen, Einkaufen und der Haushaltführung sein Leben selbstständig. (vr)