Schwerpunkt ist darin unter anderem die Einhaltung der Mindestbeiträge in den unteren Einkommensgruppen. Es soll dadurch die Kostenübernahme von Elternbeiträgen durch den Landkreis entfallen.
Durch mehrmalige Terminverschiebungen seitens der Verwaltung ergab es sich, dass lediglich Heinz Strauchmann als einziges Sozialausschuss-Mitglied einer kleinen interessierten Frauengruppe aus Vertretern von Kita und Hort gegenüber saß. Entsprechend hart, aber sachlich, fiel seine Kritik in Richtung Bürgermeisterin aus, damit sich ein solcher Termin-Hickhack nicht wiederhole.
So wurde aus der eigentlich zu diskutierenden Beschluss-Vorlage mehr ein informatives Gespräch zwischen Strauchmann, Verwaltung und Kita/Hort-Vertreterinnen. Viel Neues gab es nicht zu besprechen, denn es gibt nur wenige Änderungen - überwiegend zu Gunsten der Eltern.
Eine Änderung jedoch nicht, über die heute die Gemeindevertretung zu befinden hat: Wer als Eltern nämlich künftig die vereinbarte und somit auch bezahlte Betreuungszeit aus welchen Gründen auch immer überschreitet, zahlt je angefangene Stunde eine Gebühr von zehn Euro. Das soll erzieherisch wirken, so Bürgermeisterin Heiderose Hubrig. Der Kernanspruch der Regelbetreuungszeiten (hundertprozentige Betreuung) liegt in der Kita bei sechs Stunden und in Krippe und Hort bei je vier Stunden.
Bleibt die Art und Weise des Einkommensnachweises wie gehabt unverändert, so gibt es ab dem Wirksamwerden der neuen Satzung (mit Veröffentlichung im Amtsblatt) eine neue Staffelung der Elternbeiträge entsprechend des Einkommens. Ein Beispiel: Eltern mit einem monatlichen Budget von 1101 bis 1350 Euro zahlen für das erste Kind für einen Krippenplatz drei Prozent, für einen Kita-Platz 2,5 und für den Hort zwei Prozent ihres Einkommens. Bei zwei Kindern würde auf das zweite Kind nur noch ein Beitrag von 80 Prozent des Beitrages vom ersten Kind entfallen. Entsprechend der Zunahme des Nettogehaltes staffelt sich der prozentuale Anteil nach oben.
Wer keinen Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstättenplatz hat, zahlt zusätzlich zum Elternbeitrag eine Gebühr in Höhe der Hälfte des Höchstbetrages - 100 Euro. Weitere Informationen über das differenzierte Gebührenwerk gibt es in der Gemeindeverwaltung bei der zuständigen Sachbearbeiterin Marion Ereth.
Bürgermeisterin Heiderose Hubrig betonte in der Sozialausschuss-Sitzung, dass man innerhalb der Gemeinde in der Lage sei, den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung zu gewährleisten. Obwohl man bereits die Kita in Reichenhain habe schließen müssen, bestünde innerhalb der Gemeinde noch immer eine Reserve an Kita-Plätzen von rund 35.