ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:59 Uhr

Rock’n’Roll, Neuwagen und Theater für die Kleinen
Autoshow ist ein Fest für die ganze Familie

 Neben den glanzvollen Auftritten zahlreicher Neuwagen lockte auch ein bunt gemischtes Kulturprogramm viele Interessierte auf den Elsterwerdaer Marktplatz.
Neben den glanzvollen Auftritten zahlreicher Neuwagen lockte auch ein bunt gemischtes Kulturprogramm viele Interessierte auf den Elsterwerdaer Marktplatz. FOTO: Mirko Sattler
Elsterwerda. Mit viel Musik, Kultur und Hinguckern auf Rädern – erstmals tritt die Stadt als Veranstalter der Neuwagenschau auf. Von Mirko Sattler

Obwohl es am Sonntagmorgen mit Regen nicht so rosig für die Autoshow in Elsterwerda aussah, ließen sich die Autohäuser nicht entmutigen und präsentierten ihre neuen Fahrzeuge. Ihr Mut machte sich bezahlt. Mit dem Verschwinden der dunklen Wolken kamen auch die Besucher in die Innenstadt zur traditionellen Neuwagenschau.

Hatte in der Vergangenheit der Gewerbeverein den Hut aufgehabt, so agierte in diesem Jahr erstmals die Stadt als Veranstalter. „Es gab etwas hin und her, was die Austragung der Neuwagenschau anbelangt. Das Fest stand quasi auf der Kippe. Als Stadt wollten wir dieses Fest nicht missen. Somit habe ich mir den Hut aufgesetzt und wir haben mit Unterstützung der Autohäuser, die ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt sind, auch in diesem Jahr die Neuwagenschau organsiert“, so Bürgermeisterin Anja Heinrich.

Mit einem ansehnlichen Kulturprogramm mit Puppentheater, Dixieland, Rock’n’Roll und dem Auftritt der Weberknechte rundeten die Veranstalter die Autoshow zu einem Familienfest ab. Bis auf Citroën und Ford stellten ansonsten alle bekannten Automarken ihre neusten Modelle aus und buhlten um die Besucher. „Wir sind schon mehrere Jahre bei der Autoshow dabei. Die Leute schauen sich unsere Fahrzeuge an, können eine Probefahrt machen und Interessierte kommen in den nächsten Tagen bei uns im Autohaus vorbei“, erklärte Manuel Krell vom VW-Autohaus.

Ein Besucher aus Finsterwalde schaute sich den Nissan Juke genauer an. „Meine Frau steht so auf das Auto wegen dem Design und da nutze ich die Gelegenheit, es hier einmal näher anzuschauen. Ich bin jedes Jahr bei der Autoshow dabei. In diesem Jahr vor allem wegen den Flying Rockets, die Rock’n’Roll spielen“, sagte der 75-Jährige.

Mit der ganzen Familie schaute Hans-Dieter Müller vorbei. „Wir schauen uns heute nur die Fahrzeuge an. Nach der Wende sind wir kurz mal Opel gefahren, schwenkten dann aber zu Ford um und sind bis heute Liebhaber dieser Automarkte. Bei den meisten Autos sind die Einstiege zu hoch. Vor allem für ältere Leute ein Problem. Ford hat da meiner Meinung nach die beste Lösung“, sagte der 53-jährige Elsterwerdaer. Seine Tochter Jenny war etwas traurig, dass ihre Lieblingsmarke Citroën nicht ausstellt. Sie liebt den Kaktus wegen den Gummipuffern an den Seitentüren, wie sie sagte.

Viel geboten wurde den Besuchern rings um das Fest am Sonntag. Wer einmal die neusten Innovationen ausprobieren wollte, der konnte zum Beispiel einmal einen Parcours mit einem Segway von Stöckis Fahrschule fahren. Für ihr Crowdfundig-Projekt „Schulbus“ präsentierten sich auch die Footballer des Vereins EEC Magpies auf dem Marktplatz und sammelten Geld. „Dieser Schulbus ist für uns stilgerecht und hat alle nötigen Zulassungen. Um Geld zu sammeln, verkaufen wir Merchandising-Artikel und stellen uns den Besuchern vor. Das Fest ist eine tolle Sache. Nur miteinander ist etwas zu erreichen“, stellte EEC-Präsident Michael Schmetzer fest. Momentan lägen die Spendeneinnahmen bei 16 500 Euro. Bis zum 10. Mai müssten insgesamt 26 000 Euro zusammen kommen, damit das Crowdfundig-Projekt einen guten Abschluss findet.

Gut besucht waren auch das Theaterzelt von Rabe Socke und die Auftritte auf der Festbühne. Auch eine Fahrradbörse fand Anklang. „Wir sind super zufrieden und es ging sehr fröhlich zu. Bis auf ein Herrenrad und ein Kinderlaufrad wurde alles erfolgreich versteigert und die Besitzer sind glücklich. Das machen wir ganz definitiv beim nächsten Mal wieder“, so Bürgermeisterin Anja Heinrich.