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| 18:39 Uhr

Kirchenkreis Bad Liebenwerda
Riesending: für Hirschfeld ein neues Gemeindezentrum

Bad Liebenwerda. Im Kirchenkreis Bad Liebenwerda sind auch dieses Jahr stattliche Investitionen vorgesehen.

Im Kirchenkreis Bad Liebenwerda wird es nach Auskunft von Superintendent Christof Enders immer schwieriger, die kirchlichen Gebäude kontinuierlich zu unterhalten. Es fehle an nachkommenden Gemeindegliedern und an einer besseren Finanzausstattung. Der Kirchenkreis zählt nur noch etwa 17 000 evangelische Christen. Diese seien zudem sehr unterschiedlich verteilt. Rund 50 Prozent der Einwohner im Schradenland (nur Merzdorf gehört nach Sachsen) bekennen sich zum evangelischen Glauben. Im übrigen Kirchenkreisgebiet seien es ungefähr 20 Prozent und in Lauchhammer, das ebenfalls dazugehört, sind es nur zehn Prozent. Mehrere Hundert Ehrenamtliche engagieren sich in den Gemeindekirchenräten, singen und musizieren. Sie werden von 26 Pfarrern, Gemeindepädagogen und Kirchenmusikern unterstützt.

Große Projekte werden derzeit vorbereitet. Drei davon sollen dank der erhofften 75-prozentigen Förderung über das EU-Programm Leader für die ländliche Entwicklung verwirklicht werden. Der Neubau des Gemeindezentrums in Hirschfeld wird 1,17 Millionen Euro kosten. „Das ist eine Riesennummer“, sagt Superintendent Christof Enders. Außerdem ist dies vorgesehen: Sanierung und Restaurierung im Innern der Frauenkirche Mühlberg sind mit 573 000 Euro veranschlagt. Sanierung und Umbau der Christuskirche in Schwarzheide schlagen mit 337 000 Euro zu Buche.

In der Vorplanung befinden sich diese Projekte: Umbau und Einrichten der kommunikativen Konzertkirche in Bad Liebenwerda (400 000 Euro). Sanieren der Tragkonstruktion und der Bauhülle der Kirche Mehlsdorf (680 000 Euro). Instandsetzung und Umbau der Katharinen-Kapelle Herzberg, Schaffen von Voraussetzungen, damit die Turmebenen der Kirche Gräfendorf genutzt werden können. Zusätzliche Arbeiten im Kirchenschiff. In der Kirche Uebigau sollen der Innenraum instand gesetzt und restauriert werden. Vorgesehen sind eine Grundheizung über Erdwärme sowie das Erneuern von Beleuchtung und Bänken. Saniert werden muss das Dach der Kirche Koßdorf.

Aufgrund der vielen Sanierungsprojekte hat der Kirchenkreis eine Baupflegerstelle geschaffen. Dieser Fachmann unterstützt vor allem die Gemeindekirchenräte.

(mf)