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Supermarkt
Rewe reißt ab und baut neu

Bad Liebenwerda. Die Rewe GmbH will im Dichterviertel der Kurstadt Bad Liebenwerda einen neuen Supermarkt bauen und dazu vorher sämtliche Bauten, die sich bislang an diesem Einkaufsstandort befinden, abreißen. Das bestätigt Alexander Krause, Expansionsmanager der Rewe-Gruppe. Frank Claus

Auf die Frage, wann das Vorhaben umgesetzt werden soll, entgegnet er: "So schnell wie möglich." Der erste Schritt zur Umsetzung des Vorhabens ist getan. Die Abgeordneten der Bad Liebenwerdaer Stadtverordnetenversammlung haben am Mittwoch einem Aufstellungsbeschluss zur Einleitung eines Bauleitplanverfahrens einstimmig zugestimmt.

Der neue Vollsortiment-Markt werde mit einer Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern geplant. Dazu kommen 100 Quadratmeter für ein Café und weitere 300 für Dienstleistungseinrichtungen. Zur Umsetzung des Vorhabens werde der jetzige Bereich des Rewe-Marktes samt Nebengebäuden und Freiflächen noch einmal in Richtung Waldgebiet erweitert. Das solle vor allem mehr Pkw-Stellplätze und ordentliche Ein- und Ausfahrten zur Heine- und Schlossäckerstraße ermöglichen. Auf Bitte der Stadt solle auch eine Haltestelle für den öffentlichen Nahverkehr integriert werden. Die Verwaltung habe darüber hinaus angeregt, auch an eine Gastronomie zu denken, da das Wohngebiet diesbezüglich nicht ideal versorgt sei. Auch eine Postfiliale wurde als Wunsch genannt.

Die Stadtverwaltung habe darüber hinaus gefordert, in der Zeit von Abriss und Neubau eine Übergangsvariante zu planen, um die Nahversorgung im Wohngebiet zu sichern. Wie Expansionsmanager Alexander Krause bestätigt, würden dazu bereits entsprechende Überlegungen laufen. "Vielleicht können wir dazu einen Teil der jetzigen Parkfläche nutzen."

Für die Stadt Bad Liebenwerda habe die Neu-Investition besondere Bedeutung, da sie der Aufwertung des Dichterviertels diene. So arbeite die Verwaltung gemeinsam mit den Großvermietgesellschaften an Konzepten, um der Überalterung im Wohngebiet entgegen zu wirken. Anstelle überwiegend vorhandener Wohnblock-Bauweise sollen sowohl Standorte für Eigenheime als auch Reihenhaus-Modelle entwickelt werden.

Der neue Markt sei einer der neuen Green-Building-Generation - also ein Markt der besonders energieeffizient und dazu CO2-neutral arbeite. Erreicht werde das durch energiesparende Kühlmöbel mit natürlichen Kältemitteln, einem verbesserten Heizsystem, einer Holz-Sandwich-Bauweise mit Zellulose-Füllung zur Wärmedämmung und speziellen Helligkeitssensoren, die das Licht je nach Tageslicht im Markt dimmen. Eine Fotovoltaikanlage soll 32 Prozent des eigenen Energiebedarfs decken. Für Reinigungsarbeiten solle natürliches Regenwasser aufgefangen werden. Das spare Trinkwasser und sorge durch die Kalkfreiheit für einen geringeren Reinigungsmittelbedarf.