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| 01:00 Uhr

Rettungshundeprüfung in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda.. Die schönste Nachricht zu Beginn: Yvonne Buchheim mit ihrem achtjährigen Rottweiler-Dobermann-Mix „Scott“ und Grit Schreiber mit der 18 Monate alten Labradorhündin „Joy“ , beide aus Finsterwalde und Mitglieder der Rettungshundestaffel Bad Liebenwerda, haben Daniela FleischerFoto: Marit Bange

die Flächensuchprüfung bestanden. Damit sind sie die ersten beiden Teams der Kur stadt-Staffel, die das von sich behaupten können. Vor allem bei Yvonne war die Freude riesengroß, denn im Vorjahr war sie noch gescheitert.
Das intensive Training hat sich also gelohnt. Dass die Bad Liebenwerdaer ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen brauchen, beweist auch der Umstand, dass von elf Prüfungsteams aus Fläming-Spreewald, Havelland und Bad Liebenwerda acht die Prüfung bestanden. Man kann sich im Land also mit seinen Leistungen sehen lassen!
Einfach ist das Ganze nicht: Zunächst mussten die Prüflinge 25 Fachfragen beantworten. Dann war eine so genannte Verweisprüfung zu absolvieren. Dabei muss der Hund an einer gut sichtbar liegenden Person eine Anzeige durch Verbellen abgeben. Schließlich muss der Rettungshundeführer zeigen, dass sein Vierbeiner auch gehorcht. Auf entsprechende Kommandos haben die Hunde dabei sofort zu gehorchen.
Nach dem Gehorsamsteil folgte die Flächensuche. Dazu hatte jedes Team eine oder zwei Personen, die im etwa 100 mal 300 Meter großen Suchgebiet versteckt wurden, binnen zwanzig Minuten zu finden. Die Rettungshundeführer haben anschließend fachgerecht mit der Ersten Hilfe zu beginnen. Wichtig ist dabei bereits die Strategie vorher: Nicht „wildes Hineinrennen“ in den Wald zählt, sondern die Suchtaktik. Ach die war vorher den Prüfern zu erläutern.
Die Bewertungskommission ist selbstverständlich unabhängig und wurde von dem Berliner Robert Volkeimer, DRK-Landesbeauftragter für das Rettungshundewesen im Land Brandenburg, angeführt. Um alle organisatorischen Fragen bei dieser Prüfung in der Gemarkung Zeischa kümmerte sich Bad Liebenwerdas Staffelleiter Stefan Finke. Zahlreiche Sponsoren haben mit Sachspenden die Prüfung unterstützt - der DRK-Versorgungszug aus Gröden kümmerte sich darum, dass kein Magenknurren zu laut wurde. Für die Kurstadt-Staffel war diese landesweite Prüfung aus mehreren Gründen bedeutsam: Man konnte seinen eigenen Einsatz- und Ausbildungsstand mit denen anderer Staffeln vergleichen und Erfahrungen austauschen. Zugleich ist es nun wichtig, weiterhin intensiv zu trainieren, denn vor allem Hundeführer und Hunde, die die Prüfung bestanden haben, werden jetzt schneller zu Einsätzen angef ordert werden. Und eine einmal abgelegte Prüfung ist kein Ruhekissen: Nach 18 Monaten wird die Flächensuchprüfung wiederholt! (red/fc)