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| 18:20 Uhr

Schlechte Aussichten
Ländlicher Reitverein in Plessa galoppiert in ungewisse Zukunft

Große Hoffnungen hatte der Reit- und Fahrverein Plessa am 9. August in die öffentliche Gerichtsverhandlung auf dem Privatgrundstück mit der Reithalle gesetzt. Im Bild v. l.:Trainerin Margit Strehlow, Vorstandsmitglied Mirko Strehlow, Vorsitzender Günter Kamenz und ihr Rechtsanwalt Peer Willemer.
Große Hoffnungen hatte der Reit- und Fahrverein Plessa am 9. August in die öffentliche Gerichtsverhandlung auf dem Privatgrundstück mit der Reithalle gesetzt. Im Bild v. l.:Trainerin Margit Strehlow, Vorstandsmitglied Mirko Strehlow, Vorsitzender Günter Kamenz und ihr Rechtsanwalt Peer Willemer. FOTO: LR / Manfred Feller
Plessa. Der Vorstand des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Plessa ist enttäuscht. Denn die Mitglieder galoppieren in eine ungewisse Zukunft. Darunter sind auch etwa 30 Kinder und Jugendliche.

Die nach dem Vor-Ort-Gerichtstermin am 9. August nun gefällte Entscheidung der Richterin schneidet nach Ansicht des Vereinsvorsitzenden Günter Kamenz den einzig realistischen Grundstückszugang zur Reithalle ab. Wie Uwe Oldenburg, Direktor des Amtsgerichts Bad Liebenwerda, auf Nachfrage mitteilt, habe die Richterin die Entscheidung vom 2. Juli, eine einstweilige Verfügung zum Gewähren des Zugangs über die Hauptzufahrt, aufgehoben. Der Eigentümer und Verpächter der Reithalle hatte den Weg mit einer Kette versperrt, die nach der Verfügung entfernt werden durfte. Dagegen hatte der Besitzer Widerspruch eingelegt, der am Tag nach der Öffnung verhandelt worden war.

In der Begründung der richterlichen Entscheidung heißt es, dass sich bei dem Vor-Ort-Termin die örtlichen Verhältnisse anders dargestellt haben, als dem Gericht bekannt war. Denn es gebe mindestens einen weiteren Zugang. Vereinschef Günter Kamenz schüttelt den Kopf: „Das ist ein unwegsamer Grünstreifen auf dem Damm des tiefen Hammergrabens. Für ein Kind mit Pferd ist das zu gefährlich. Dieser Weg befindet sich ebenfalls auf fremdem Eigentum.“

Wenn der Eigentümer des Grundstückes an der Elstermühle die Hauptzufahrt erneut versperrt, komme der Verein wieder nicht in die Reithalle. „Wir wollen dort wenigstens bis zum Ende der Kündigungsfrist am 30. September bleiben“, so Günter Kamenz. „Wie es dann weiter geht, weiß ich nicht. Wahrscheinlich gar nicht. Wir können nicht einfach auf ein Feld gehen“, sagt er weiter. Das aktuell ausgesetzte Kindertraining werde dann wohl enden, zumal beim Landgericht noch eine Räumungsklage hinsichtlich der Reithalle anhängig sei.

(mf)