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Reiss weiter stabil auf Wachstum

Die Reiss-Geschäftsführer Hans-Ulrich Weißhaupt (l.) und Gerd Widule (r.) mit Schülern der Oberschule, die ein Geburtstagsprogramm aufführten.
Die Reiss-Geschäftsführer Hans-Ulrich Weißhaupt (l.) und Gerd Widule (r.) mit Schülern der Oberschule, die ein Geburtstagsprogramm aufführten. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda/Krausnick. Bad Liebenwerdaer Büromöbelhersteller feiert gestern 135. Geburtstag mit Geschäftspartnern und Gästen und heute mit Mitarbeitern und Angehörigen im Tropical Islands. Frank Claus

Am Sonnabend werden Mitarbeiter und deren Angehörige entspannte Stunden im Tropenparadies erleben. Es ist eine schöne Tradition, dass REISS aller fünf Jahre zu diesen besonderen Events in besonderen Veranstaltungsorten "gleich um die Ecke von Bad Liebenwerda", wie Geschäftsführer Hans-Ulrich Weißhaupt mit einem Schmunzeln meinte, einlädt.

Wer gut arbeitet, soll auch feiern, hat er zuvor erklärt. Die Reissianer haben allen Grund dazu. Im vergangenen Jahr haben die etwa 160 Mitarbeiter einen Rekordumsatz von fast 40 Millionen Euro hingelegt, das sind sieben Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Und sie haben den Markt fest im Blick: Vor allem der gestern erstmals vorgestellte neue Steh-Sitz-Tisch "Avaro", der die mehr als einhundert Jahre währende Erfolgsgeschichte der einst von Reiss erfundenen Multifunktionstische fortführt, hat die Fachleute aufhorchen lassen. Er sei, so Geschäftsführer Gerd Widule, "die dynamische Alternative" zu den vorhandenen Produkten auf dem Markt, besitze ein innovatives Bedienfeld für die elektronisch gesteuerte Höhenverstellung und verfüge über ein Programm, das den Nutzer per LED-Anzeige daran erinnert, dass er von der Sitz- wieder einmal in die gesunde Stehposition gehen sollte. Doch das sind nicht alle Neuheiten. Auch im Akustik- und Sichtschutz wartet die Reiss Büromöbel GmbH mit pfiffigen Lösungen auf.

Das Unternehmen, das bis spätestens 2022 am neuen Standort im Gewerbegebiet Lausitz in einer ersten Stufe zwischen sechs und acht Millionen Euro für eine neue Fertigungsstätte investieren will, platzt aus allen Nähten.

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden und kontinuierlich schnell auch in der zweiten Jahreshälfte liefern zu können, sind zwei temporäre Hallen - eine für den Versand und eine für die Metallvorfertigung - auf dem Hof des Firmengeländes aufgebaut worden.

Innovation, Qualität, Nachhaltigkeit - nach diesen Kriterien will sich Reiss auch künftig messen lassen. Durch eine effizientere Gestaltung der Arbeitsplätze und der Arbeitsabläufe, so Gerd Widule, sei es allein in der Tischmontage gelungen, die Produktivität um 30 Prozent zu steigern. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Kurstadt-Bürgermeister Thomas Richter würdigten das Unternehmen, das eine "Strahlkraft" weit über die Stadt Bad Liebenwerda und Elbe-Elster hinaus habe und sich dabei wie eh und je seiner sozialen Verantwortung bewusst sei.

Den engen Kontakt zu beiden Schulen unterstrichen Schüler der Grundschule und der Oberschule mit viel beklatschten kleinen Programmen. Dass dabei Firmengründer Robert Reiss und seine Frau Mathilde, gespielt von den Schülern Christine Bommel und Danny Gierga, eine Rolle spielten, ist längst selbstverständlich.