| 02:47 Uhr

Reiss investiert 800 000 Euro

Rico Naumburger hat an der Programmierung des neuen Blechbearbeitungszentrums mitgearbeitet.
Rico Naumburger hat an der Programmierung des neuen Blechbearbeitungszentrums mitgearbeitet. FOTO: F. Claus
Bad Liebenwerda. Die Reiss Büromöbel GmbH hat ein 800 000 Euro teures automatisiertes Blechbearbeitungszentrum in Betrieb genommen und kann damit gegenüber bisherigen Technologien die Leistung verdreifachen. Zugleich ist der 80 000. Sitz-Steh-Arbeitstisch gefertigt worden – eine Erfolgsgeschichte, die anhält. Frank Claus

Das neue automatisierte Blechbearbeitungszentrum ist ein Allrounder. Es stanzt bis zu acht Millimeter starke Bleche mit einer Hubfolge von 1600 Hüben pro Minute. Und es sieht federleicht aus, wenn die Maschine auf die bereitgelegten Bleche Kennzahlen und Schriftzüge signiert. Bis 3000 Hübe in der Minute sind machbar - mehr als beim Stanzen, weil beim Signieren das Blech nicht komplett durchstoßen wird. Moderne Büromöbel kommen ohne Blech nicht aus - angefangen vom Gestell bis hin zu Verbindungselementen, Ablagen und Designelementen. Geschäftsführer Dietmar Menzel: "Mit dieser Investition werden wir eine Materialeinsparung von etwa zehn Prozent erzielen, verdreifachen die Leistung, erreichen höchste Qualität, können dreidimensionale Konturen in einer Aufspannung realisieren und sparen am Ende noch Energie ein."

Fuchs an der Maschine, die dreischichtig ausgelastet wird, ist Rico Naumburger, der Teamverantwortliche in der Metallvorfertigung. Er lobt die hohen Geschwindigkeiten, die beim Gewindeformen, Signieren und Biegen möglich sind. Weiterer Vorteil: Über eine Be- und Entladestation werden die Rohbleche automatisch zugeführt, die Nutzteile abgestapelt und die Restgitter und Reststreifen entsorgt.

"Wir denken weiter", den Reiss-Slogan haben die 150 Mitarbeiter der Firma seit 1990 auch kontinuierlich bei der Fertigung des Sitz-Steh-Arbeitstisches umgesetzt. Das höhenverstellbare Arbeitsgerät mit seinen vielen Funktionen ist seit 1990 schon zum 80 000. Mal gefertigt worden. Etwa 10 000 dieser ergonomisch durchdachten und funktionellen Sitz-Steh-Arbeitstische werden pro Jahr abgesetzt.

Reiss Büromöbel hat als Produzent nutzerorientierter Möbel einen guten Ruf am Markt - das Umsatzvolumen betrug im Jahr 2014 stolze 28 Millionen Euro.

Zwischen 2013 und 2015 sind in das Werk bislang drei Millionen Euro investiert worden. Im Jahr 2014 war es die neue Fertigungs- und Lagerhalle mit Zuschnittanlage, die in Betrieb ging. In diesem Jahr ist es das automatisierte Blechbearbeitungszentrum, das dazu beitragen soll, Reiss weiter voranzubringen.

Zum Thema:
Zum Tag des offenen Unternehmens lädt die Reiss Büromöbel GmbH am 30. Mai ein. Dietmar Menzel: "Alle ehemaligen Mitarbeiter, Interessierte und Gäste sind eingeladen, sich vom Leistungsvermögen, den Investitionen sowie den modernen Erzeugnissen persönlich zu überzeugen." Um 11, 12, 13 und 14 Uhr gibt es geführte Rundgänge durch das Werk. Die Big Band Bad Liebenwerda spielt zwischen 11 und 13.30 Uhr.