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| 19:41 Uhr

LR Vor Ort
Reichlich Baustellen im Amt Plessa

Das Interesse an „LR vor Ort“ ist in Plessa groß. Ausführlich zeigen Ortsbürgermeister und Amt Entwicklungen auf und sachlich stellen Bürger Fragen.
Das Interesse an „LR vor Ort“ ist in Plessa groß. Ausführlich zeigen Ortsbürgermeister und Amt Entwicklungen auf und sachlich stellen Bürger Fragen. FOTO: Frank Claus / LR
Plessa. In allen Gemeinden des Amtes Plessa wird investiert – bei „LR vor Ort“ im Kulturhaus wird Donnerstagabend Zwischenbilanz gezogen.

Im Amt Plessa wird investiert. Größter Brocken ist das Kulturhaus, wo die Arbeiten gegenwärtig etwas ins Stocken geraten sind, wie Plessas Ortsbürgermeister Gottfried Heinicke am Donnerstagabend im Kleinen Saal des Kulturhauses bei „LR vor Ort“ berichtet. Dach und Blitzschutz seien fertig. Nun werde an den Fenstern gearbeitet. Nach dem Karnevalauftakt werden demnach alle großen Saalfenster auf der Seite zur Bundesstraße, die sieben Fenster auf der Südseite und jene im Giebel zum Parkplatz ersetzt. Dann gehe es an die Verblechungsarbeiten für die Sohlbänke. Die Frage eines Einwohners, ob das nun länger stehende Gerüst zusätzliche Kosten verursache, verneint der Ortsbürgermeister. „Wichtig war, die Haube über dem Dach pünktlich abrüsten zu können. Das ist gelungen.“

Große Freude herrsche im Ort über den realisierten Anbau am Kindergarten. „Beim Tag der offenen Tür am Mittwoch haben sich alle lobend geäußert“, berichtet der Ortsbürgermeister und sagt, dass die Kita mit 110 Plätzen ausgelastet sei. Lockerlassen sei aber nicht: „Jungs und Mädels macht weiter so“, meint er und erntet schmunzeln im Saal. Fast 100 Straßenleuchten seien in Plessa im Zuge der realisierten Erdverkablung durch den Energieversorger neu gestellt worden, „jede kostet mehr als 1000 Euro und wir leuchten jetzt Ecken aus, in denen es immer dunkel war“. Freilich: RUNDSCHAU-Reporter Manfred Feller, der straff durch den Abend führt, will auch wissen, wo die Säge klemmt. „Feuerwehrdepot und Dorfgemeinschaftshaus in Kahla sowie jenes in Döllingen – bei Letzterem wissen wir noch nicht, wie wir damit umgehen“, benennt Gottfried Heinicke zwei Probleme ebenso wie die Schrottimmobilien.

Dieser Punkt ist Gelegenheit für Amtsdirektor Göran Schrey, die insgesamte Entwicklung im Amt zu skizzieren. Es passiere unheimlich viel. Im Amt Plessa lasse es sich leben.  „Wir haben eine gute Infrastruktur, wenngleich mich besonders der Zustand vieler Gehwege im Ort und der Radwege, auch zwischen den Amtsgemeinden, ärgert. Doch wir können nur Schritt für Schritt investieren.“ Olaf Redlich, Amtsausschussvorsitzender und Ortsbürgermeister in Schraden, verdeutlicht, dass im Amt jetzt viel mehr alle möglichen Fördermitteltöpfe angezapft werden würden, „vorausgesetzt, wir können die nötigen Eigenanteile erbringen“. Dass es in Schraden „brummt“, belege Platz 2 im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Ärgerlich sei freilich die Schließung der Verkaufsstelle im Ort. „Davon habe ich auch erst am Tag der Schließung erfahren“, sagt Olaf Redlich und berichtet, dass es im Dorf- und Sportverein bereits Überlegungen gebe, wie es weitergehen kann.

Als nächstes ist Hohenleipisch an der Reihe. Da sich der Ortsbürgermeister entschuldigt hat, berichtet Lutz Jakob vom VfB Hohenleipisch über den Stand der Arbeiten bei der Erweiterung des Mehrzweckgebäudes auf dem Sportplatz. Am Freitag ist dort Richtfest gefeiert worden. Amtsdirektor Göran Schrey nennt den geplanten Umbau der Bibliothek und versichert, dass die Verwaltung sehr genau beobachten werde, wie sich die Verkehrsströme nach Freigabe der neuen Bahnbrücke entwickeln würden. In diesem Zusammenhang fordert er die Einwohner auf, sich mit Hinweisen noch schneller als bisher an ihre Gemeindevertretungen, Ortsvorsteher und an das Amt zu wenden. „Kommen Sie zu den Sitzungen“, meint er. Die äußerst konstruktive Art des LR-Abends zeige, wie sehr die zahlreich erschienenen Bürger an der Entwicklung ihrer Heimat interessiert seien.

Zwischendurch bringen die Einwohner Sorgen mit verschiedenen Straßen an, die saniert werden müssten. Dem Hinweis, dass auch im Lauch einiges nicht im Lot sei, entgegnet der Amtsdirektor, dass dies vielfach von Nutzern vor Ort selbst verursacht werde. Dennoch wolle das Amt die Situation im Blick behalten.

Fred Wickfeld, Bürgermeister von Gorden-Staupitz, erläutert den Stand zur „Kamikaze-Kurve“, zu den Bauarbeiten beim geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt und runzelt die Stirn, als es um die mögliche Schließung des Verbindungsweges zwischen Gorden und Oppelhain geht. Göran Schrey versichert, dort alle Register gezogen zu haben. „Wir sind in sehr intensiven Gesprächen mit dem Landkreis.“ Immerhin, so Sabine Büchner von der Agrargenossenschaft Oppelhain, würden täglich fast 1000 Fahrzeuge die Piste als schnelle Verbindung zwischen Doberlug und Elsterwerda wählen.

LR vor Ort - Logo 4c
LR vor Ort - Logo 4c FOTO: LR
Plessas Ortsbürgermeister Gottfried Heinicke zeigt auf einer Rolle Fotos eines Künstlers von Schrottimmobilien im Dorf.
Plessas Ortsbürgermeister Gottfried Heinicke zeigt auf einer Rolle Fotos eines Künstlers von Schrottimmobilien im Dorf. FOTO: Frank Claus / LR