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,,Regional geMacht”– ein Flop

Enttäuschend: "Regional geMacht" in Bad Liebenwerda.
Enttäuschend: "Regional geMacht" in Bad Liebenwerda. FOTO: F. Claus
Bad Liebenwerda. Die Ankündigung der IHK zum ersten Heimatmarkt "Regional geMacht" in Bad Liebenwerda klang vielversprechend: "Händler, Hofläden oder Direkterzeuger präsentieren ihre Produkte und landestypischen Waren." Die Realität war dürftig: Nur fünf Händler haben am vergangenen Sonnabend ihre Waren feilgeboten. Frank Claus

Ihnen gefiel ebenso nicht, dass sie so verlassen auf dem Platz zwischen Rathaus und Kirche standen. Auch "Happy Harmonie", die Musikformation unter Leitung von Andreas Voigt, konnte einem leid tun und hätte mehr Besucher verdient. Die Stadt Bad Liebenwerda hatte sie gebucht und finanziert, um den Heimatmarkt zu unterstützen.

Doch wer ist schuld am Dilemma? Wie so oft - Verantwortungsträger schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu - in diesem Fall IHK, Regionale Wirtschaftsförderung und Stadt. Der eine wollte nur für die Anmeldungen zuständig sein, der andere für die Werbung. Seit Mai sei an der Konzeption gearbeitet worden - "etwa 50 Aussteller haben wir angeschrieben", so Franziska Wölkerling von der Wirtschaftsförderung. Von zehn Unternehmen habe man Zusagen bekommen, fünf hätten kurzfristig abgesagt bzw. seien ohne Entschuldigung ferngeblieben.

In Finsterwalde, so die IHK, sei der Markt sehr erfolgreich gewesen. Dort erwäge man künftig sogar zwei Termine im Jahr. Und Bad Liebenwerda? "Wir haben in der Woche zwei gut besuchte Märkte und dazu die in Prestewitz. Ich weiß nicht, ob noch ein weiterer sein muss", sagt Kerstin Jahre von der Tourismus Information.