| 18:36 Uhr

Regen sorgt für Teilnehmerschwund

Nicht nur für den Hirschfelder Nico Kaubisch bedeuteten die diesmal zu laufenden 312 Stufen eine Umstellung.
Nicht nur für den Hirschfelder Nico Kaubisch bedeuteten die diesmal zu laufenden 312 Stufen eine Umstellung. FOTO: sam1
Gröden. Beinahe wäre der traditionelle Turmlauf auf dem Heidebergturm an Brandenburgs höchster Erhebung ins Wasser gefallen, doch die Veranstalter hatten trotz des zunehmenden Regens ein Herz für die Kinder. Mirko Sattler

" So ein Wetter hatten wir noch nie. Es ist quasi heute eine Premiere. Um 8.30 Uhr haben wir überlegt, ob wir die Veranstaltung wegen des Wetters absagen. Schließlich haben wir es im Interesse der Kinder, die sich intensiv darauf vorbereitet haben, nicht getan", sagte Cheforganisator Gert Oßendorf vom Amt Schradenland, das zusammen mit dem Sportverein Merzdorf/Gröden den einzigartigen Turmlauf in den Schraden-Bergen gemeistert hat.

Aufgrund des Regens wurde der Ablauf des Turmlaufes nicht unerheblich verändert. "Wir mussten umplanen. Durch das Wetter und den damit einhergehenden nassen Holzboden liefen alle Teilnehmer nur bis zur dritten Etage", erklärt Gert Oßendorf. Deswegen rannten die Erwachsenen dreimal hinauf und wieder hinab, zweimal die Kinder. Rechnerisch liefen so die ab 18-Jährigen bis zur 9. Etage (im Gegensatz zur 7. Etage der vorherigen Jahre). In Wirklichkeit waren es aber 312 Stufen - weit weniger als sonst.

Für die Teilnehmer war es wie für den Veranstalter etwas Neues. "Dreimal ein Wechsel zwischen hinauf und wieder hinab. Diesmal ist viel Umstellung drin im Lauf. Ich habe keine Ahnung, wie das ausgeht. An die Richtzeit der letzten Jahre kann ich mich nicht halten", sagt Heinz Naumann aus Merzdorf. Er ist Stammteilnehmer und freut sich, dass trotz des Regens die Veranstaltung durchgeführt wurde. Ein ebenfalls aktiver Teilnehmer ist Nico Kaubisch. "Heute ist es ganz anderes, viel anstrengender. Beim ersten Mal hinauf wäre ich an der Wende fast vorbeigelaufen", so der Hirschfelder.

Den Unterschied zwischen diesmal und den Veranstaltungen der Vorjahre kennt Stella Neumann nicht. "Ich bin heute zum ersten Mal dabei. Meinen ersten Turmlauf absolvierte ich im Sommer in Großkoschen. Da mir der Treppenlauf bestens gefallen hat, hat mich meine Mutti für diesen Lauf angemeldet", verrät die 13-Jährige, die ansonsten eher auf den Langstrecken zu Hause ist. Über das Wetter meint die Finsterwalderin: "Es ist besser, bei Regen zu laufen, da dann die Luftfeuchtigkeit idealer ist als bei Sonnenschein."

Die wenigen Teilnehmer, die trotz des Regens auf Brandenburgs höchster Erhebung, dem Heidebergturm in Gröden, an den Start gegangen sind, mussten mit der Reglementumstellung mächtig kämpfen. Einige, vor allem beim dritten Hinaufrennen, hatten mächtig zu tun, die Glocke zu erreichen.

Der Heidebergturmlauf ist immer am letzten Septemberwochenende. Dass er diesmal genau auf einen Wahltag fiel, war Zufall.