| 02:37 Uhr

Reformation steht in Mühlberg an erster Stelle

Die Schlacht bei Mühlberg hat die Stadt an der Elbe bekannt gemacht. Im Museum widmet man sich deshalb auch diesem Teil der Geschichte intensiv. Aber das Haus hat noch mehr zu bieten.
Die Schlacht bei Mühlberg hat die Stadt an der Elbe bekannt gemacht. Im Museum widmet man sich deshalb auch diesem Teil der Geschichte intensiv. Aber das Haus hat noch mehr zu bieten. FOTO: Zadow-Dorr
Mühlberg. Das Team vom Museum Mühlberg 1547 geht mit vielen Ideen in das neue Jahr. Einer der Höhepunkte wird die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung sein. Aber auch darüber hinaus wird einiges getan, um das Haus weiter als kulturellen Treffpunkt zu etablieren. Sylvia Kunze

Das Museum Mühlberg 1547 hat sich seit seiner Eröffnung im April 2015 einen guten Namen gemacht. Nicht nur bei Einheimischen. Auch Besucher von außerhalb finden unter anderem von der Elbradwegroute kommend den Weg in das historische Gemäuer.

Das Team des Museums verfolgt ein klares Ziel: Das Haus soll sich weiter als kultureller Treffpunkt etablieren. Das Programm für 2017 ist deshalb schon fest umrissen, gilt es doch im Jubiläumsjahr der Reformation, besondere Akzente zu setzen, um Besucher anzulocken.

Reformation ist das große Stichwort, mit dem man sich auch in Mühlberg Gäste verspricht. Das Museum lockt das gesamte Jahr über mit der Dauerausstellung zur Reformationsgeschichte mit dem Schwerpunkt zur Schlacht bei Mühlberg 1547. Hinzu kommt ab 22. April eine neue Sonderausstellung unter dem Titel "Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal - die Reformation im Amt Mühlberg". "Sie wird die große Geschichte auf die Ereignisse und Überlieferungen hier vor Ort runterbrechen und Persönlichkeiten der Zeit widerspiegeln", macht Martina Pöschl, Museumsmitarbeiterin in Mühlberg, schon jetzt darauf neugierig. Die Recherche in Kirchenarchiven sei sehr aufwendig gewesen, berichtet sie. Und noch schwieriger sei es, an Ausstellungsobjekte zu gelangen. Aber man sei dennoch sehr zuversichtlich, ein ansprechendes Angebot unterbreiten zu können, schiebt Martina Pöschl schnell nach.

Zum Vormerken sind in diesem Zusammenhang auch schon der Tag des offenen Denkmals am 10. September, an dem es einen Vortrag zu Auswirkungen der Reformation auf das Kloster als Bauensemble mit Dirk Schumann geben soll, und der 28. Oktober, an dem zu einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung eingeladen wird.

Darüber hinaus verspricht das Programm des Museums eine Fülle abwechslungsreicher Veranstaltungen, zum Beispiel:

Lesungen im Rahmen der kreisweiten LiteraTour Ende März/Anfang Aprilgeistliche Abendmusik zur Lutherzeit im Juni im MuseumshofAngebote im Rahmen des EE-Puppentheaterfestivals im September einen Vortrag zur Reformation im Oktober.Es ist ersichtlich: Luther und Reformation sind die zentralen Themen. Nicht zu vergessen der Luther-Pass, der das Mühlberger Museum als eine Stempelstelle ausweist. "Von dieser Einladung zur Rundreise versprechen wir uns für das Jubiläumsjahr der Reformation viel", bekennt Martina Pöschl. Bereits im Vorjahr habe er unmittelbar nach seiner erstmaligen Ausgabe für erste Gäste in der Elbestadt gesorgt.

Das Thema Reformation wird zudem bei weiteren Konzerten in der benachbarten Klosterkirche und in der von der Mühlberger Familie Waschkies organisierten Veranstaltungsreihe "Kultur trifft Antik" aufgegriffen. Und dann wird ja auch noch das Reformationsflößen im September veranstaltet. All das verspricht hoffentlich zugleich auch Zulauf im Museum.

Zum Thema:
Geöffnet ist das Museum Mühlberg 1547 April bis SeptemberDi - So 10 - 18 Uhr Oktober bis MärzDi - So 10 - 17 UhrAktuell ist dort noch bis 26. Februar die Sonderausstellung "Zinnfiguren aus dem Zinnstübel Lebusa" zu sehen.