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| 13:18 Uhr

Race across Amerika - Härtestes Radrennen der Welt
Abflug! Das Abenteuer kann beginnen

 Einige aus dem „Race across America“-Team aus dem Märkischen Kreis (NRW) – Partnerkreis von Elbe-Elster – kurz vorm Abflug nach Los Angeles auf dem Flughafen Frankfurt/M.
Einige aus dem „Race across America“-Team aus dem Märkischen Kreis (NRW) – Partnerkreis von Elbe-Elster – kurz vorm Abflug nach Los Angeles auf dem Flughafen Frankfurt/M. FOTO: LR / Yannik Fischbach
Frankfurt/Main. Das RAAM-Team aus dem Märkischen Kreis ist in den USA gelandet. Am Sonnabend, 12 Uhr, Start. Von Frank Claus

Das RAAM-Team aus dem Märkischen Kreis, Partnerkreis von Elbe-Elster in Nordrhein-Westfalen, ist in den USA gelandet. Die RUNDSCHAU telefonierte am Pfingstmontag wenige Minuten vor dem Abflug vom Flughafen Frankfurt/Main noch mit Teamchef Frank Lachnitt.

Mehr als zwei Jahre Vorbereitung liegen hinter Euch. Ist das Team gesund und fit?

Frank Lachnitt: Sowohl die die vier Radsportler Markus Gärtner, Julian Becker, Sven Dunker und Miki Milvoje Nilovic, als auch das gesamte Betreuerteam sind gesund, aufgeregt und fiebern jetzt dem Rennen entgegen.

Mal ehrlich, wie aufgeregt bist Du jetzt gerade?

Frank Lachnitt: Als es heute morgen von zu Hause los ging auf einer Skala von 1 bis 10 eine glatte Sechs. Jetzt, nachdem am Check in alles reibungslos geklappt hat, die Kisten mit den Rädern und dem gesamten Equipment problemlos verladen wurden, noch eine 3,5. Immerhin war das ja eine ganze Menge Gepäck. Allein der Rucksack der Ärztin wiegt einiges, unser Medienmann hat 40 Kilogramm Ausrüstung dabei und in den Radkisten steckt sicher verpackt jede Menge Ersatzmaterial von Radzubehör bis zu Helmen und Schuhen. Wir haben einen Direktflug nach Los Angeles und werden dort 13.30 Uhr Ortszeit landen.

 Das RAAM Team aus dem Märkischen Kreis geht an den Start zum härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America.
Das RAAM Team aus dem Märkischen Kreis geht an den Start zum härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America. FOTO: LR / Frank Lachnitt

Und dann?

Frank Lachnitt: Für das Team ist Aklimatisieren angesagt. Und wir müssen sofort Termine einhalten, sonst gibt es gleich Strafpunkte. Dazu zählt das fristgerechte Registrieren, es gibt erste Medientermine und die Teams und Teamchefs erhalten erste Einweisungen. Wir holen die reservierten Fahrzeuge ab und beziehen unser Quartier.

Scharfer Start ist für Euch am Sonnabend.

 Das Team ist Pfingstmontag ab Frankfurt/M. gestartet.
Das Team ist Pfingstmontag ab Frankfurt/M. gestartet. FOTO: LR / Yannik Fischbach

Frank Lachnitt: Ab 12 Uhr starten die Teams, nach jetzigem Kenntnisstand werden es bei den Vierern 35 sein, im Abstand von einer Minute. Von Anfang an heißt es, das richtige Tempo und die richtige Einteilung zu finden.

Auf der Strecke wird immer ein Fahrer sein. Wer gehört zum Betreuerteam, wie seid Ihr ausgestattet?

Frank Lachnitt: Viel Raum zum Entspannen und Privatsphäre bietet das gemietete Wohnmobil mit sieben Schlafplätzen nicht. Jeweils fünf Teammitglieder dürfen schlafen, nach sechs Stunden wird rotiert. Schlafentzug ist vorprogrammiert. Zum Tross gehören drei weitere Fahrzeuge zur Absicherung und Versorgung der Radler sowie zur Medienbegleitung. Im Begleitteam sind eine Ärztin, Physiotherapeuten, Mechaniker, Navigatoren, Fahrer, Medienleute, insgesamt elf Betreuer. Wir haben auch einen Sportwissenschaftler an Bord, der die sportliche Leistungsfähigkeit der Biker analysiert und versucht zu optimieren.

Worin siehst Du die größten Herausforderungen?

Frank Lachnitt: Neben der Bewältigung der Strecke in der Psyche. Das Rennen ist für Fahrer und Team eine enorme Belastungsprobe mit viel Schlafentzug. Es sind schon viele Teams kurz vor dem Ziel zerbrochen, weil sie sich untereinander nicht mehr verstanden haben. Wir haben deshalb auch einen erfahrenen Mediator und Streitschlichter in Stresssituationen dabei, der bei solchen Situationen die Gemüter beruhigen kann.

Ihr fahrt durch zwölf US-Staaten mit unterschiedlichsten Topografien und wechselndem Klima, hast Du Respekt?

Frank Lachnitt: Auf jeden Fall! Wer auf die Internetseite des Rennens schaut, kann die Route genau verfolgen. Die Tour führt unter anderem durch die extrem heißen und trockenen Wüsten Mojave und Sonora, über die kalten Gebirgszüge der Sierra Nevada, Rockies und Appalachen und durch das schwül-heiße Tal des Mississippi. Es wird Tag und Nacht geradelt. Und Du weißt doch, was Micki bei Eurem Podium in Schlieben gesagt hat: „Hoffentlich greift mich kein Geier in der Wüste.“

Wie werdet Ihr die letzten Stunden vorm Start verbringen?

Frank Lachnitt: Am Dienstag um 15 Uhr wollen wir gemeinsam den Start des Einzelrennens verfolgen und Fluidum schnuppern. Das Team checkt die gesamte Ausrüstung noch einmal, prüft noch mal alle nötigen Startunterlagen und wir kaufen Verpflegung ein. Trotz Aufregung professionell einschlafen – auch das will gelernt sein. Wenn ich noch etwas sagen darf: Die Anteilnahme und das Interesse, die wir in Elbe-Elster spüren, ist enorm, vielen Dank! Klasse, dass Ihr uns auch im Print und Online immer auf dem Radar habt.

Ihr habt versprochen, nach der Rückkehr schnell auch bei uns zu berichten.

Frank Lachnitt: Das Versprechen halten wir mit Sicherheit ein.

Mit Frank Lachnitt
telefonierte Frank Claus.

Nachtrag: Das Team ist ohne Komplikationen in den USA gelandet und hat ein sehr angenehmes Quartier bezogen.