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| 19:36 Uhr

Race Across America - Elbe-Elster fiebert mit
Das härteste Radrennen der Welt

 Das RAAM Team – Markus Gärtner, Miki Milivoje Nilovic, Sven Dunker und Julian Becker (v.l.) – geht an den Start zum härtesten Radrennen der Welt. Zuvor kratzen sie am 30. März bei Jüterbog auf ihrer 1838-Kilometer-Simulation durch alle Bundesländer noch mal am Elbe-Elster-Partnerkreis. Hier werden sie am 11. und 12. Mai Gäste sein.
Das RAAM Team – Markus Gärtner, Miki Milivoje Nilovic, Sven Dunker und Julian Becker (v.l.) – geht an den Start zum härtesten Radrennen der Welt. Zuvor kratzen sie am 30. März bei Jüterbog auf ihrer 1838-Kilometer-Simulation durch alle Bundesländer noch mal am Elbe-Elster-Partnerkreis. Hier werden sie am 11. und 12. Mai Gäste sein. FOTO: LR / Frank Lachnitt
Lüdenscheid/Bad Liebenwerda. Jetzt wird es ernst: Nur noch gut 80 Tage bis zum Race Across America. Am Freitag ist Start der Tour durch alle Bundesländer. Das Team fährt auch für einen guten Zweck – Spenden sind erwünscht! Von Frank Claus

In gut 80 Tagen, am 15. Juni um 12 Uhr Ortszeit, geht das RAAM Team des Märkischen Kreises, Partnerkreis von Elbe-Elster in Nordrhein-Westfalen, in Oceanside, Kalifornien an den Start des härtesten Radrennens der Welt, dem Race Across America. Seit 2017 arbeiten Teamchef Frank Lachnitt und die vier Radsportler Markus Gärtner, Julian Becker, Sven Dunker und Miki Milvoje Nilovic an ihrem gemeinsamen Traum, der sie an ihre körperlichen und mentalen Grenzen bringen wird. Im gleichen Jahr war die Truppe auch zum ersten Mal in Elbe-Elster, um von ihrem Projekt zu berichten. Angereist waren die vier Starter damals natürlich womit? Mit dem Rad! Am Montag hat die RUNDSCHAU nochmals mit Frank Lachnitt telefoniert.

Von der West- bis zur Ostküste der USA sind rund 4800 Kilometer, 50 000 Höhenmeter und extreme Klimaschwankungen zu überwinden. Die Tour führt durch die extrem heißen und trockenen Wüsten Mojave und Sonora, über die kalten Gebirgszüge der Sierra Nevada,  Rockies und Appalachen und durch das schwül-heiße Tal des Mississippi. Es wird Tag und Nacht geradelt. Die vier Radfahrer wechseln sich wie bei einer Staffel ab.

Auf ihrem Weg durch zwölf US-Staaten begleitet die Rennradler ein Betreuerteam, das sich präzise wie ein Uhrwerk um die Logistik kümmert. Die Fahrer konzentrieren sich in den maximal neun Tagen und fünf Stunden, die ihnen zur Verfügung stehen, auf sich, ihren Körper und die Bewältigung der Strecke. Viel Raum zum Entspannen und Privatsphäre bietet das gemietete Wohnmobil mit sieben Schlafplätzen nicht. Jeweils fünf Teammitglieder dürfen schlafen, nach sechs Stunden wird rotiert. Schlafentzug ist vorprogrammiert. Zum Tross gehören drei weitere Fahrzeuge zur Absicherung und Versorgung der Radler sowie zur Medienbegleitung.

„Gerade hat das Team ein Trainingslager auf Mallorca hinter sich“, berichtet der Teamchef. „Kilometer fressen“, darauf sei es angekommen. Das ist auch der Sinn der Tour durch alle Bundesländer, die in dieser Woche, am 29. März um 6 Uhr beginnt. Bis zum 31. März sollen 1838 Kilometer geschrubbt werden. So zeigt es die Berechnung. Brandenburg will das Quartett samt Tross am Samstag erreichen. Auf dem Weg von Trebbin nach Bad Düben passiert es Kloster Zinna (Kilometer 1036) und Jüterbog und schrammt damit dicht an der Elbe-Elster-Grenze vorbei.

 Simulation durch alle 'Bundesländer
Simulation durch alle 'Bundesländer FOTO: RAAM Team

Am 11. und 12. Mai wird das Team dann noch einmal direkt in Elbe-Elster zu Gast sein, um bei der zweitägigen touristischen Radtour dabei zu sein. Die RUNDSCHAU und der Tourismusverband wollen den vier harten Männern dann an einer Tourstation bei einem öffentlichen Podium noch mal Löcher in den Bauch fragen.

Helfen Sie mit! Bemerkenswert: Für die ganze Crew ist Race Across America nicht nur ein hochklassiges Sportevent, es dient auch wohltätigen Zwecken. Einen Anteil ihrer Sponsorengelder und Werbeeinnahmen spendet das Team dem Förderverein Palliativstation des Klinikums Lüdenscheid. „Für unser Charitiy-Projekt sammeln wir bis zur letzten Minute“, verspricht Frank Lachnitt, der als Krankenpfleger und Atmungstherapeut in den Märkischen Kliniken in Lüdenscheid arbeitet. Dazu gehört die Anschaffung eines teuren Ultraschallgeräts für die Schmerzpatienten oder die Zusatzqualifikation des Personals in Aromatherapie. Wer die Tour unterstützen möchte, kann gern spenden: Spenden-Konto: Trispeed-Herscheid Stichwort RAAM Sparkasse Lüdenscheid IBAN:  DE85 4585 0005 0332 6422 14.