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Punktgenauigkeit und Balance waren gefragt

Bester "Treckerfahrer von Blesse 2017" ist Detlef Schemmel auf seinem Traktor Branson 3510/ BJ 2009 mit 35 PS geworden.
Bester "Treckerfahrer von Blesse 2017" ist Detlef Schemmel auf seinem Traktor Branson 3510/ BJ 2009 mit 35 PS geworden. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Plessa. Im Rahmen der diesjährigen vereinseigenen Kleintierfreilandschau an der Elstermühle Plessa , die nunmehr zum 39. Mal stattfand, gab es neben Hühnern, Tauben und Puten auch Streifenhörnchen von der benachbarten Hörnchenfarm zu sehen. sam1

"Hier gibt es rund 100 Tiere zu bestaunen. Eine Bewertung findet nicht statt, da es sich um eine eigene Ortsschau handelt", sagte der stellvertretende Vereinschef des Kleintierzuchtvereins, Peter Jarick. Als Höhepunkt des Ausstellungstages suchte der Verein zum wiederholten Male den "Besten Treckerfahrer von Blesse". Waren in der Vergangenheit teilweise bis zu 23 Treckerfahrer anwesend, so fand der Wettbewerb diesmal unter vier Treckerfahrern statt. "Den Parcours, der rund 20 Meter lang ist, habe ich mir gestern noch schnell ausgedacht. Er gleicht nicht denen der letzten Jahre und ist immer eine Herausforderung für die Treckerpiloten", sagte Erfinder Jürgen Nicklisch.

Drei einzelne Aufgaben mussten die Piloten mit ihren teils betagten Gefährten absolvieren. Während Rückwärtsfahren bis zu einer Ziellinie noch die einfachste Übung war, wurde es mit der "8"-Fahren ohne Wasser zu verschütten, schon etwas schwieriger. Die wohl schwierigste Übung war die mit dem Tablett. Hier mussten drei Wasserflaschen auf einem Tablett aufgenommen und rund zehn Meter weiter auf einem Flaschenboden wieder abgestellt werden. Was einfach klingt, war in der Realität schon sehr schwierig. Einerseits mussten die drei Flaschen stehen bleiben, andererseits zählte die geringste Abweichung von der Mitte. "Die Balance zu halten ist schon ziemlich schwierig. Das Absetzen des Tablettes genau auf den Mittelpunkt aber noch mehr", sagte Henrick Wachtel aus Plessa. Er war zum ersten Mal mit seinem Massey Ferguson dabei.

Vor zwei Jahren war Robert Strehlow schon einmal hier. "Es wird wieder sehr schön werden. Der Parcours hat es heute in sich. Doch der Spaß zählt", sagte der 27-Jährige, der seit 15 Jahren den Familientrecker fährt, vor dem Start. Hat er beim letzten Mal noch einen dritten Platz belegt, so konnte er sich diesmal auf den 2. Platz verbessern. Nach drei Übungen gab es einen Gleichstand, sowohl unter den ersten beiden Platzierten, als auch beim dritten und vierten Platz. Die vierte Übung sollte im Stechen eine Entscheidung herbeiführen. Hierzu mussten die vier Treckerpiloten rückwärts neben einer Straßenkante einparken. Für den geringsten Abstand seitlich wie auch hinten gab es die meisten Punkte.

Gewonnen hat Detlef Schemmel, gefolgt von Robert Strehlow und Parcourserfinder Jürgen Nicklisch. "Das war heute wieder eine Herausforderung. In den letzten Jahren hatten wir andere Disziplinen zu absolvieren. Mit Augenmaß und Gefühl waren sie aber gut zu meistern. Vielleicht war auch etwas Glück dabei, mit meinem modernen Traktor, der Servolenkung und einen kleinen Wendekreis besitzt", sagte der Sieger Detlef Schemmel nach dem Wettbewerb. Er darf sich nun für ein Jahr "bester Treckerfahrer von Blesse" nennen.