Die Hausherren begannen die Partie konzentriert und gingen gleich mit 3:0 in Führung. Ein sicherer Aufbau und überlegte Abschlüsse kennzeichneten in dieser Phase das Massener Angriffsspiel. Vor allem den kräftigen Würfen von Martin Zinke war der 11:5-Zwischenstand nach etwa 20 Minuten zu verdanken.
So könnte es weitergehen, dachten sich die vielen Heim-Fans und sicher auch Silvio Möbius, der die Übungsleiterrolle übernommen hatte. Doch schon vor der Halbzeit begann der Spielfluss langsam zu stocken, und die Gäste nutzten die Massener Unkonzentriertheit eiskalt aus. Sie verkürzten bis zum Seitenwechsel auf 11:14.
In der zweiten Hälfte waren die Hausherren nicht wiederzuerkennen. Abspiel-Patzer, technische Fehler und unvorbereitete Würfe legten das Spiel der Mannschaft lahm. Plessa, auch nicht überragend, konnte den Rückstand nicht nur in Grenzen halten, sondern lauerte auf den Schlussspurt in den letzten Sekunden. Nachdem Dan Geister 70 Sekunden vor dem Ende das 24:22 erzielte, schienen die zwei Punkte für Massen schon so gut wie sicher. Doch der Anschlusstreffer im unmittelbaren Gegenzug gab den Gästen noch eine Minimalchance zum Ausgleich. Und sie nutzten sie: Christian Muth trat zum letzten Gegenzug an und sicherte Plessa doch noch einen Auswärts-Punkt.
Das 24:24 ist aus Massener Sicht ärgerlich und vor allem unnötig. Wenn man oben mitspielen will, muss künftig in kritischen Situationen cleverer agiert werden.

Massen: Schmidt, Fröschke; Hennig (5), Scholder (2), Bellisch (2), Zinke (5), Kitschke (5), Roll (2), Beer (1), Acklow (3), Kaulbarsch (1), Geister (2), Walter.

Plessa: Gärtner, Kohl; Landskron (6), Hietzke (2), Muth (5), Müller (4), Nicklisch (1), Je. Gärtner (2), Teutsch (2), Böttger, Wude (2).