| 02:37 Uhr

Problem der Aufsicht vorerst gelöst

Galerieleiter Gerhard Scherf ist fasziniert von der Struktur und Beschaffenheit der Grafiken von Catrin Große.
Galerieleiter Gerhard Scherf ist fasziniert von der Struktur und Beschaffenheit der Grafiken von Catrin Große. FOTO: Michele-Cathrin Zeidler
Elsterwerda. Nun ist er doch noch da - der Winter. Bei den frostigen Temperaturen laufen die Heizungen auf Hochtouren. Macht sich das auch bei den Heizungsfirmen im Elbe-Elster-Kreis bemerkbar und wie ist die Situation bei den Wasserverbänden? Die RUNDSCHAU hat einmal nachgefragt. Michèle-Cathrin Zeidler

Von Malerei, Grafik und Plastik über Fotografie bis hin zu Metall-, Holz- und Keramikgestaltungen - die Nadler Galerie Elsterwerda hat 2015 wieder ein breites Spektrum an Kunst in ihren Ausstellungen gezeigt. "Besonders herausragend waren dabei die Fotografien von Doro Meyer", findet Galerieleiter Gerhard Scherf. "Es liegt viel Aussage in den Bildern, und der Charakter der Personen kommt zur Geltung." Insgesamt acht Ausstellungen hat der Vorsitzende vom Galerierat im vergangenen organisiert. Rund 250 Besucher zählte er dabei pro Ausstellung. Auf breites Interesse stießen dabei die Werke von Maysun Kellow aus Werenzhain. "Die Künstlerin mit irakischen Wurzeln hat eine ganz eigene Handschrift", sagt Gerhard Scherf. Ihre kräftig leuchtenden Farben haben ihm gut gefallen.

Im April hatte die Galerie eigentlich allen Grund zum Feiern, schließlich jährte sich die Eröffnung zum 35. Mal, aber Gerhard Scherf blickte auf anstrengende Monate zurück. "Es wurde für uns zunehmend schwieriger, eine Aufsicht für die Galerie zu finden und die Öffnungszeiten abzusichern", verrät Gerhard Scherf. "Mit der Berufsausbildung Mittelsachsen und dem Bundesfreiwilligendienst haben wir aber nun eine Lösung gefunden." Allerdings ist diese Lösung befristet: "Der Bundesfreiwilligendienst läuft immer nur ein Jahr, und die Berufsausbildung Mittelsachsen fördert für zwei Jahre. Danach muss ich wieder neu beantragen und auf Unterstützung hoffen."

Eigentlich wollte er sich bereits vor sechs Jahren aus der Arbeit in der Galerie zurückziehen. "Aber es fehlt uns der Nachwuchs im Galeriebeirat", gesteht der 76-Jährige. Aus diesem Grund ist er auch ständig auf der Suche nach Kunstliebhabern für den Beirat. "Auch die Finanzierung der Galerie gestaltet sich nicht einfach", sagt Gerhard Scherf. Bisher konnte er bei der Unterstützung und Sponsorensuche auf das Engagement der Stadt Elsterwerda bauen. Diese erwägt allerdings aktuell im Zuge der Haushaltskonsolidierung, die Trägerschaft in Vereinshände zu geben und Zuschüsse zu minimieren.

Das Programm für dieses Jahr hat Gerhard Scherf trotzdem schon durchgeplant. "Gespannt bin ich dabei auf die Stücke von Elke Gründermann", erzählt er. "Sie arbeitet mit Glas und Porzellan und macht Plastiken."

Außerdem seien die Schülerarbeiten von Gymnasium Elsterwerda immer abwechslungsreich. "Ab September stellt Cornelia Götze aus Prösen ihre Malerei aus", lässt Gerhard Scherf weiter in sein Programm blicken. "Ihre Landschaftsbilder sind wirklich schön und sie arbeitet viel mit Applikationen." Insgesamt wird es im nächsten Jahr sieben statt der sonst üblichen acht Ausstellungen zu sehen geben. "Wir treten in diesem Jahr ein bisschen kürzer", so der Galerieleiter. An der Vielfalt der gezeigten Kunst ändert dieses Konzept aber nichts.

Zum Thema:
Bis zum bis 10. Januar: Grafiken und Plastiken von Catrin Große aus Doberlug. 11. Januar bis 28. Februar: Petra Schade aus Radeburg zeigt ihr Werke aus dem Bereich Malerei und Grafik.29. Februar bis 10. April: Schülerarbeiten vom Gymnasium Elsterwerda.11. April bis 12. Juni: Anja Nürnberg aus Halle mit Malerei. 13. Juni bis 7. August: Elke Gründermann aus Lindenau und Malschüler mit Glas, Porzellan, Skulpturen und Malerei.