Die 32 Mitglieder des Vereins, das sind Vereine ebenso wie Betriebe und Privatpersonen, können entsprechende Vorhaben beantragen. Eines der ersten war die „Talenteschmiede“ des Schliebener Sportzentrums Steigemühle, die der TSV Schlieben auf den Weg bringen will. Schon seit über einem Jahr liegen die Unterlagen vor.
Jens Richter, der zweite Vorsitzende des Vereins, erklärt, worum es geht: „Die Steigemühle ist schon jetzt eine Talenteschmiede für den Fußball. Das wird sie auch bleiben, aber künftig noch andere Gebiete wie den musischen Bereich umfassen.“ Das solle nicht nur fachbezogen, sondern immer auch auf die Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtet werden. Anliegen sei es, das schulische Angebot auf einem höheren Niveau weiterzuführen.

Talente ganzheitlich fördern
Jens Richter spricht auch ein anderes Thema an, das ihn selbst als Unternehmensberater begleitet: „Wir möchten jungen Menschen Schulungen anbieten, in denen sie ihr unternehmerisches Talent ausprobieren können, denn es fehlt uns an Nachwuchs.“ Dies könne zum Beispiel in Form von Kursen zur Persönlichkeitsentwicklung und mit speziellen Computerschulungen geschehen. Nicht Massen-, sondern echte Talenteförderung solle das Ziel sein - und der Weg dahin müsse eine ganzheitliche Weiterentwicklung sein, in der Körper, Geist und Seele gleichermaßen angesprochen würden.
Als materielle Voraussetzung ist vor allem der Umbau der Gebäude an der Steigemühle notwendig. Das soll mit Hilfe des Leader-Projektes geschehen. 400 000 Euro umfasst die Investitionssumme. Der Eigenanteil des Vereins beträgt 20 Prozent. Die konnten zu Beginn des Jahres nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gesichert werden. „Und dennoch gibt es noch keine Zusage aus Luckau“ , bedauert Matthias Lohfink. Vermutlich, weil die Realisierung zwei Jahre dauert und der Haushalt für 2004 noch nicht steht.
„Eigentlich erwarten wir jeden Tag die Bestätigung. Es wäre sehr schlimm, wenn sie erst Anfang des neuen Jahres kommen würde. In der Zeit könnte schon vieles bewerkstelligt werden.“ Personell werde das Projekt hauptsächlich durch ehrenamtliche Tätigkeit abgesichert. „Das muss von Anfang an klar sein, anders geht es nicht“ , sagt Jens Richter nachdrücklich.

Bewilligung für Prestewitz
Weitaus klarer steht die Situation für den Prestewitzer Agrarmarkt e.V. Dessen Vorsitzender Dieter Kestin freut sich über die Bewilligung des Fördermittelantrages. Allerdings galt es sich von anfänglichen Vorstellungen, die eine weitaus größere Maßnahme vorsahen, zu verabschieden. Nur ein Drittel des ursprünglichen Umfanges beträgt mit 100 000 Euro jetzt die Investition, mit deren Hilfe die vorhandene Bergescheune zu einer Halle umgebaut wird, in der künftig der beliebte Prestewitzer Bauernmarkt unabhängig vom Wetter und vor allem auch in den Wintermonaten durchgeführt werden kann.
Die Ausschreibung läuft. Dieter Kestin hofft, dass die Arbeiten in etwa 14 Tagen beginnen können. Im Dezember, so steht das Ziel, soll der erste weihnachtliche Prestewitzer Bauernmarkt stattfinden.