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Plessa in Fotos und Bildern

Plessa lebt auf – auf Fotos und Bildern.
Plessa lebt auf – auf Fotos und Bildern. FOTO: Hoppe
Plessa. Eine Annäherung an Plessa und seine Bewohner versucht der bei Bonn lebende Künstler Harald Hoppe: Er hat einige Monate in der Lausitz zugebracht. Seine Fotos sind nun im Kulturhaus zu sehen. red/SvD

Plessaer können sich und ihren Ort im Kraftwerk und Kulturhaus nun noch besser kennenlernen: Der aus der Nähe von Bonn stammende Performance Künstler Harald Hoppe hat seit dem vergangenen Oktober in der Lausitz gearbeitet und Tausende Fotos geschossen. Nun ist "Nach der Arbeit - Annäherung an ein Dorf in der Lausitz" im Kulturhaus zu sehen. Die Schau zeigt seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ort und den Menschen, die in ihren Vereinen und in ihrem Dorf verwurzelt sind und Plessa ihr Gesicht geben.

Im Kraftwerk geht es um zwei Künstler, die nach der Arbeit malen. Der in Kleinleipisch geborene Heimatmaler Siegfried Krüger malt überwiegend Landschaften und Gebäude in Acryl. Ihn faszinieren Licht und Schatten, Farbspiele und Kontraste, die er in stimmungsvollen Bildern einfängt. Der gelernte Schweißer begann 1981 als Autodidakt mit der Malerei und hat lange nach der Arbeit gemalt und inzwischen ein beträchtliches Werk vorzuweisen.

Der gelernte Offsetdrucker und Lithograf Jürgen Knop aus Berlin begann mit dem Tag der Pensionierung als Religionslehrer in Berlin wieder zu malen. Auch ihn beschäftigen Landschaften. Er setzt Farbflächen nebeneinander, die als Landschaften erscheinen.

Die Gemeinde Plessa geriet nach dem Abschalten des Kraftwerkes 1992, dem Abriss der Brikettfabrik und der Schließung abhängiger Betriebe in eine große Krise. Noch heute ist dies sichtbar und spürbar. Dennoch hat sich Plessa weiterentwickelt, gefestigt und Perspektiven erarbeitet.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Oktober, dienstags bis sonntags von 10 bis 14 Uhr im Kraftwerk sowie montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr im Foyer des Kulturhauses Plessa zu sehen.