Ramona Raack (Name geändert) kann die Pietätlosigkeit einzelner Mitbürger nicht fassen. Am vergangenen Wochenende hatte sie Primeln und andere Frühjahrsblüher zu dem Grab ihrer Tochter auf den Bergfriedhof in Bad Liebenwerda gebracht. Dieses Zeichen gegenüber dem alles geliebten Kind ist ihr nach wie vor sehr wichtig. Sie glaube fest daran, dass ihre Tochter, von wo aus sie auch immer herunterschauen mag, dies zu schätzen wisse.

Doch beim nächsten Besuch das Erschrecken. Jemand hatte die Topfplanzen gestohlen. Ramona Raack machte schnell andere Betroffene ausfindig. Ob Sträuße oder Pflanzen – es habe in den zurückliegenden Tagen einige Diebstähle gegeben. Sie habe gar eine Person ausgemacht, die verdächtig um die Gräber herumgeschlichen sei. Dies sei allerdings nur eine Vermutung.

Friedhofsgärtner bestätigt Blumendiebstähle

Die Bad Liebenwerdaerin baut darauf, dass nun alle Besucher etwas aufmerksamer über den Bergfriedhof gehen und der Dieb durch das Öffentlichmachen der Straftaten abgeschreckt wird. Vom Friedhofsgärtner werden die Diebstähle von Grabschmuck bestätigt. Es handele sich vornehmlich um Blumenschalen, die von zwei unterschiedlichen Bereichen des Friedhofes weggekommen seien. Neben dem Bergfriedhof hat die Kurstadt mit dem Stadtfriedhof noch eine zweite kommunale Begräbnisstätte.

Ramoma Raack nimmt an, dass der Dieb mit den Frühlingsblumen bei wem auch immer gut ankommen möchte. Schon vor einem Jahr seien an Wochenenden frisch aufgestellte Pflanzschalen kurz darauf verschwunden.

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