Er war keiner, der in die erste Reihe drängelte. Und doch stand er oft dort. Ob als Ortsvorsteher von Domsdorf, als führender Kopf der Brigade 70plus, die das Fachwerkhaus im Dorf rettete, als Vorsitzender des Fördervereins Technisches Denkmal Brikettfabrik Louise Domsdorf und zuletzt als Mann vor vielen Mikrofonen und Kameras, als es um die spektakuläre Versteigerung der Siedlung Alwine ging.
Ministerin stärkt Louise Domsdorf Die „Louise“ ist etwas Besonderes

Domsdorf

Damit nicht genug. Peter Kroll hat die Projekte „Anlaufstellen für Ältere“ und „Lange und mobil sicher zu Hause“ mit so viel Herzblut geführt, dass das auch der damaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey auffiel, die ihn in Berlin würdigte. Mit innerer Aufgewühltheit hat er geholfen, die Ausstellung „Wer ein Leben rettet – Lebensgeschichten der Kinder des Verlorenen Transports Tröbitz“ zu erarbeiten. Ihre Eröffnung im November kann er nun nicht mehr erleben. Im Alter von 77 Jahren ist er am 6. September verstorben, am 8. Oktober finden die Trauerfeier und Urnenbeisetzung statt.

Uebigau-Wahrenbrück

Peter Kroll – unvergessen bleibt, wie stolz er die Fahne der Domsdorfer Bergleute bei der Bergparade im Jahr 2019 aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Freundeskreises getragen hat, sprach bei Führungen – Bergwerksführer war er auch – liebevoll immer von „meiner Louise“. Andreas Claus, Mitglied im Vorstand: „Peters plötzlicher Tod reißt eine große Lücke, die wir nicht mehr schließen können. Für seinen Einsatz in all seinen Tätigkeitsfeldern gebührt ihm Hochachtung. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren und immer wieder an ihn erinnern.“