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| 02:42 Uhr

OSZ "entlässt" fertige Heilerzieher ins Arbeitsleben

Mit den besten Ergebnissen haben Romy Räther, Silke Koppusch, Kerstin Herold und Christin Müller (v. l.) den berufsbegleitenden Studiengang Heilerziehungspfleger absolviert.
Mit den besten Ergebnissen haben Romy Räther, Silke Koppusch, Kerstin Herold und Christin Müller (v. l.) den berufsbegleitenden Studiengang Heilerziehungspfleger absolviert. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Siebzehn Frauen und drei Männer sind jetzt staatlich anerkannte Heilerzieher. Über zweieinhalb Jahre absolvierten sie das berufsbegleitende Fachschulstudium am Standort Sozialwesen Finsterwalde des Oberstufenzentrums Elbe-Elster. Jürgen Weser

Für Traumdurschnitte von 1,1 bis 1,3 wurden Romy Räther, Silke Koppusch, Kerstin Herold und Christin Müller geehrt.

Stolz und Freude stand den frisch gebackenen Heilpädagogen zwischen Mitte 20 und 50 ins Gesicht geschrieben, als sie von Abteilungsleiterin Andrea Koppen und Klassenleiter Klaus Kurek die amtlichen Dokumente überreicht bekamen. ,,Wir haben nicht gewusst, worauf wir uns einlassen und was ein berufsbegleitendes Studium bedeutet", strahlt Madlen Nusche als Organisatorin des Abschlussabends im Finsterwalder Brauhaus. Immerhin mussten die Erzieher und Heilerziehungspfleger neben ihrer Arbeit in pflegerischen und sozialpädagogischen Einrichtungen über zweieinhalb Jahre lang zwei Unterrichtstage am Mittwochabend und am Sonnabend absolvieren und dazu zum Teil lange Anfahrtswege bewältigen. Aus verschiedenen Landkreisen Brandenburgs und Sachsens hatten 26 Studenten den Studiengang in Angriff genommen und jetzt 20 erfolgreich beendet. ,,Großen Respekt für das Durchhaltevermögen", zollte Andrea Koppen den neuen Heilpädagogen. Dynamisch, flexibel und mit großem Engagement hätten sie die zahlreichen Klausuren, Präsentationen und Prüfungen bewältigt.

,,Es war nicht einfach, mit Familie und Arbeit klarzukommen und es gab auch Zweifel, aber die Gruppe war immer da bei Problemen", beschrieb Kerstin Herold in ihrer emotionalen Dankesrede den tollen Zusammenhalt und die Hilfe der Lehrer. ,,Ich habe sehr gern mit der Klasse gearbeitet", ist Klassenleiter Klaus Kurek wehmütig. ,,Obwohl es auch für die Lehrer eine Belastung war, über den langen Zeitraum jeweils Mittwochabend und samstags zu unterrichten", lobte Andrea Koppen ihre Kollegen .,,Jetzt können wir ihnen leider keinen neuen Studiengang mehr bieten", scherzte sie in Richtung Absolventen. Einige wie Christin Müller haben sieben Jahre lang Ausbildungen über verschiedene Stufen am OSZ Sozialwesen in Finsterwalde absolviert. Man könne künftig ja auf Honorarbasis Praktikanten betreuen. ,,Erst einmal tief durchatmen und dann schauen, wie es beruflich weitergeht", wollen Romy Räther und ihre Mitabsolventen.

Erfahrungen des Studiums in die jetzige oder neue Arbeitsstellen mitnehmen oder in eine eigene heilpädagogische Praxis starten: die Möglichkeiten haben sich 20 Heilpädagogen mit erfolgreichem Studium geschaffen.