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| 16:28 Uhr

Instrument erklingt noch in diesem Jahr
Orgel für Saathain wird in Rumänien gebaut

 Die Fachwerkkirche in Saathain wird in diesem Jahr eine kleine Orgel erhalten.
Die Fachwerkkirche in Saathain wird in diesem Jahr eine kleine Orgel erhalten. FOTO: privat
Saathain. Die Fachwerkkirche auf dem Gut Saathain erhält noch in diesem Jahr eine kleine und vor allem bezahlbare Variante der Königin der Instrumente.

Eine Orgel wäre der i-Punkt auf dem im Wesentlichen restaurierten Ensemble des Gutes in Saathain mit der Fachwerkkirche. In diesem Jahr soll es soweit sein, informiert Joachim Pfützner. Der langjährige Vorsitzende des Fördervereins rechnet damit, dass die kleine Ausfertigung der Königin der Instrumente im Juni geliefert wird.

Ein Handwerksbetrieb in Siebenbürgen (Rumänien) arbeitet derzeit nach den aus Saathain vorgegeben Maßen. Die Orgel muss in eine Ecke der Kirche eingepasst werden. Sie darf nicht breiter als 1,35 Meter sein und nicht höher als 2,40 Meter. Diese Spezialanfertigung sei in Deutschland nicht zu bekommen.

Aus der Geschichte des Saathainer Gutes sei überliefert, dass es dort bis 1945 eine Orgel gegeben hat. „Doch sie ist leider zerstört worden. Von ihr gibt es nicht einmal ein Bild. Es soll sogar eine Silbermannorgel gewesen sein“, gibt der Vereinsvorsitzende das Gehörte  wieder.

 So ähnlich wird die Orgel für Saathain aussehen, die gegenwärtig gebaut wird.
So ähnlich wird die Orgel für Saathain aussehen, die gegenwärtig gebaut wird. FOTO: privat

Nachdem die großen Summen für die bauliche Wiederherstellung des Gutes ausgegeben waren, ging es an die Ausstattung. Mittlerweile kann dort auf drei Flügeln musiziert werden. Darunter ist einer von Blüthner. „Vor vier Jahren haben wir uns im Förderverein gesagt, dass eine Orgel eine wunderbare Ergänzung wäre und zu den Trauungen passen würde“, erinnert sich Joachim Pfützner. Die Mitglieder stimmten zu. Die Suche begann.

Schnell zog Ernüchterung ein. Eine kleine neue Orgel koste mindestens 100 000 Euro. „Das ist für uns illusorisch“, so der Vereinschef. Dann wurde europaweit nach einem guten gebrauchten und bezahlbaren Instrument gesucht. Auch aufgrund der Denkmalschutzauflagen passte einfach nichts.

Dann „landete“ Joachim Pfützner in Siebenbürgen. Der ausgehandelte Preis von 32 000 Euro erschien machbar. 20 000 Euro sollen der Vereinsrücklage entnommen werden. Der Rest müsste durch Spenden hereinkommen. Der Verein war überzeugt, dass dieses Projekt zu stemmen ist und beschloss im August 2018, die neue Kleinorgel zu bestellen.

Wer den Kauf unterstützen möchte, kann spenden: Förderverein Gut Saathain; Sparkasse Elbe-Elster; IBAN: DE59 1805 1000 3430 1516 69; Stichwort: Orgel. Spendenquittungen werden ausgestellt.

(mf)