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| 15:21 Uhr

Elbe-Elster will sich besser vermarkten
ODW – ein Regionalbotschafter

Seit 2014 kann ODW Frischprodukte Elsterwerda mit der Marke „Mark Brandenburg“ werben. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen die Rechte vom Vorgängerbetrieb Campina erworben. ODW wird zu 50 Prozent aus der Elbe-Elster-Region beliefert, die andere Hälfte der Milch kommt nach Unternehmensangaben aus ganz Brandenburg.
Seit 2014 kann ODW Frischprodukte Elsterwerda mit der Marke „Mark Brandenburg“ werben. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen die Rechte vom Vorgängerbetrieb Campina erworben. ODW wird zu 50 Prozent aus der Elbe-Elster-Region beliefert, die andere Hälfte der Milch kommt nach Unternehmensangaben aus ganz Brandenburg. FOTO: Veit R“sler/vrs1
Elsterwerda. In der in Elsterwerda produzierten Marke „Mark Brandenburg“ steckt Elbe-Elster. Von Frank Claus

Mineralwasser aus Bad Liebenwerda, das ist eine Marke, die in Brandenburg und Berlin jeder kennt und die in den übrigen ostdeutschen Bundesländern gut bekannt ist. Doch kennen Verbraucher damit auch den Landkreis, in dem es produziert wird? Eher nicht. Gleiches gilt für die Marke „Mark Brandenburg“. Die lässt Schlüsse auf das Bundesland, in dem die Produkte hergestellt werden, sofort zu. Aber: Was haben Elsterwerda, wo Milch, Joghurt und Co. in der ODW Frischprodukte GmbH produziert werden, und Elbe-Elster davon? „Wir müssen mehr mit unseren Pfunden wuchern“, sagt Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU). Ihm schwebt die Vermarktung des Landkreises „als Gebietskörperschaft in Zusammenhang mit hier ansässigen Unternehmen“ vor.

Am liebsten würde er die markantesten Produkte aus Elbe-Elster unter einer einheitlichen Regionalmarke beworben sehen. Mit ODW-Geschäftsführer Uwe Bucken, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Jens Zwanzig, und EE-Marketingchefin Janine Kauk hat er dazu beraten.

In einer Pressemitteilung zum Betriebsbesuch heißt es, dass bei ODW seit dem Campina-Aus 40 Millionen Euro investiert wurden. Inzwischen stelle der Milchverarbeiter 287 Artikel her, darunter Produkte mit eigener Fruchtzubereitung für Joghurt. Allein in diesem Bereich seien 20 neue Arbeitsplätze entstanden. Uwe Bucken habe einerseits berichtet, dass Regionalprodukte immer gefragter seien, aber darauf aufmerksam gemacht, dass Milch und deren Verarbeitung ein globales Thema seien.

Etwa 50 Prozent der von ODW verarbeiteten Milch komme aus der Region, der Rest aus dem Berliner Umland. Damit habe das Unternehmen ein deutliches Stück Vertrauen zurückgewonnen, denn im Vorgängerunternehmen waren Milchprodukte ebenfalls als „Mark Brandenburg“ gelabelt worden, obwohl die Milch aus weiten Teilen der Bundesrepublik angeliefert worden war.