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Nur länderübergreifende Konzepte bringen Erfolg

LÖNNEWITZ.. Ihren eigenen Beitrag zum Flugplatzfest leisteten auch die Städte Mühlberg und Falkenberg sowie der Verein zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes e.V. Ostelbien. Foto: gü

Alle drei präsentierten sich neben dem Rollfeld mit Infoständen, um vor allem auf touristische Punkte aufmerksam zu machen. Den schwersten Stand hatten dabei sicher die beiden Städte. „Ein Großteil der Besucher kommt aus ihnen und erfährt daher bei uns nicht viel Neues“ , verdeutlichte Beate Tiegel von der Stadtverwaltung Falkenberg. Dennoch, ein gewisses Interesse sei vorhanden. Wenn dieses auch größer sein könnte, fügte sie an. Am begehrtesten waren Eintrittskarten zum Kiebitz-Strandfest, welche einen Euro billiger waren als im üblichen Verkauf.
Mehr Zuspruch erfuhr hingegen Inge Stolze aus Sachsen. Ihr Verein, der sich die intensivere Vermarktung der Region Ostelbien auf die Fahnen geschrieben hat, bot reichlich Material zum Verkauf. „Renner“ waren hierbei eine neue Ostelbien-Broschüre und die Elbewanderkarte. Stolze selbst nahm bereits das vierte Mal am Flugplatzfest teil. „Eine gute Gelegenheit für uns, die Sachsen etwas näher zu bringen“ , schätzte sie ein. Ohnehin sei es für die gesamte Region nur von Vorteil, wenn länderübergreifende Konzepte erstellt würden. Viel erhofft sich die Reisekauffrau und Inhaberin eines Reisebüros daher von der unlängst vereinbarten Zusammenarbeit zwischen Falkenberg, Mühlberg und Ostelbien. Auch Lönnewitz könnte dabei eine kleine Rolle übernehmen. Allerdings, so Stolzes Befürchtung, müsse dafür noch viel an der Infrastruktur getan werden. „Die Gäste wollen etwas Greifbares, etwas zum Anfassen.“ Davon sei der Flugplatz jedoch noch weit entfernt.
Unterdessen tummelten sich zahlreiche Besucher entlang der aufgestellten Flugzeuge. Vom Veranstalter wurden sie immer wieder animiert, sich zu einem Rundflug zu entschließen. Abschreckend dürften dabei aber die nicht ganz billigen Preise gewesen sein. So wartete auch der größte deutsche Doppeldecker, die AN-2, lange Zeit am Boden, ehe ausreichend Passagiere gefunden waren.
Wer sich wie Angelika und Silvio Weidner aus Brottewitz dagegen zu einem Rundflug über die Region entschloss, war restlos begeistert. Pilot Ralf Renger entführte sie mit seiner „Fuji“ in die Lüfte und verwies dabei auf Sehenswürdigkeiten wie den Kiebitz oder die Annaburger Heide. „Es ist einfach unglaublich“ , freute sich Angelika Weidner nach der Landung. Unterdessen träumt ihr Enkel nach seinem Mitflug im Cockpit wohl von einer Karriere als Pilot.
Das Flugplatzfest nutzte auch eine Gruppe Rollstuhlfahrer aus Chemnitz für einen Bummel. Die Jugendlichen verbringen in der Region einen Teil ihrer Ferien und nahmen so unter anderem die abgestellte Transall der Bundeswehr in Augenschein. (gü)