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Norovirus-Fälle in der Fontana-Klinik in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda. In der Fontana-Klinik in Bad Liebenwerda gibt es mehrere Norovirus-Erkrankte. Frank Claus

Bereits in der vergangenen Woche seien die ersten Fälle aufgetreten, so Petra Buse, Verwaltungsleiterin des Hauses, auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Vom Mittwoch zum Donnerstag hätten 38 Patienten über Magen-Darm-Probleme geklagt. Am Freitag seien es dann noch 16 gewesen.

Im Haus habe man sehr schnell reagiert und zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen ergriffen. Am Donnerstag und Freitag seien Therapien ausgesetzt worden, am Sonnabend habe man den normalen Behandlungsrhytmus wieder aufnehmen können. Alle Patienten und Besucher seien zu zusätzlichen Hygienemaßnahmen aufgefordert worden. Am Eingang der Klinik habe man das Personal verstärkt. Die Mitarbeiter würden allen Besuchern eine spezielle Desinfektionslösung auf die Hände geben und sie bitten, diese zu verreiben. Auch vor dem Speisesaal würde man dies tun.

Dr. Anne-Katrin Voigt, Elbe-Elster-Amtsärztin, bestätigt die Meldung über die Norovirus-Erkrankungen. In Gemeinschaftseinrichtungen wie der Fontana-Klinik, wo darüber hinaus auch viele ältere, zum Teil frisch operierte Patienten behandelt würden, könne eine Ausbreitung mitunter sehr schnell gehen. Die Norovirus-Erkrankung sei durch akut einsetzendes Erbrechen, abdominelle Krämpfe und Durchfälle gekennzeichnet, Fieber trete selten auf. Die Viren seien hochinfektiös und würden am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten oder indirekt über kontaminierte Flächen übertragen, so Anne-Katrin Voigt.

In der Fontana-Klinik, so die Amtsärztin weiter, habe man sofort richtig reagiert und weitgehend auch versucht, Gruppenansammlungen zu vermeiden.