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| 09:24 Uhr

Pegelstände von 50 Zentimeter und weniger
Niedrigwasser in der Elbe: Hafen Mühlberg ungenutzt

 Die Elbe fließt mit wenig Wasser durch das Elbtal.
Die Elbe fließt mit wenig Wasser durch das Elbtal. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Dresden/Mühlberg. Sächsische Binnenhäfen bleiben trotzdem stabil. Von Frank Claus

Das Gute zuerst: Trotz siebenmonatiger Einstellung der Binnenschifffahrt auf der Elbe konnte der SBO-Hafenverbund (Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH) dank seiner trimodalen Aufstellung (Straße, Schiene, Wasser) wieder annähernd das Umschlagergebnis von 2017 erreichen. Insgesamt wurden 2,64 Millionen Tonnen Güter (minus ein Prozent) umgeschlagen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens – zur SBO gehören die Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice und Dessau-Roßlau – hervor.

Ein neues Rekordergebnis wurde demnach beim Containerumschlag im Hafen Riesa erzielt. 2018 wurden 43 541 Containereinheiten umgeschlagen – ein Plus von etwa 1,5 Prozent gegenüber 2017. Damit wurde das beste Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals erzielt.

Problematisch: Von Anfang Juni bis Ende Dezember hatten die Oberelbe-Häfen mit den sehr niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen. Pegelstände von 50 Zentimeter und weniger führten zur Einstellung der Schifffahrt. Dadurch sank der Güterumschlag per Binnenschiff um fast 22 Prozent auf 152 000 Tonnen. Im Mühlberger Hafen fand 2018 nicht eine einzige Verladung statt. Zu den per Schiff transportierten Gütern gehörten Container, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel, Schrott und Projektladungen.