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| 02:42 Uhr

"Nicht das Ministerium hat die Krankenhausstandorte gesichert"

Finsterwalde/Herzberg. Die Gesundheitspolitik und die Versorgung der Menschen mit entsprechenden Leistungen erhitzen immer wieder die Gemüter. Harsch reagieren die Landtags- und Kreistagsabgeordneten Anja Heinrich und Rainer Genilke (beide CDU) sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Klinikum Elbe-Elster GmbH und CDU-Kreistagsabgeordnete Dr. red/gb

Erhard Wolf auf Aussagen in einer Podiumsdiskussion auf Einladung der Linken Landtagsabgeordneten Carolin Steinmetzer-Mann.

Die brandenburgische Staatssekretärin für Gesundheit, Almuth Hartwig-Tied, hatte auf die Rolle von Ministerin Anita Tack (Die Linke) verwiesen, entgegen der Pläne der Krankenkassen alle Krankenhausstandorte in Brandenburg zu erhalten. Dem entgegnen Heinrich, Genilke und Wolf, dass das Gesundheitsministerium für die Krankenhausplanung im Land verantwortlich zeichne und eben diese "ministerialen Verantwortlichen" in den letzten Jahren nicht damit geglänzt hätten, für die Standortsicherheit zu sorgen. "Mehrfach wurde im Rahmen der jüngsten Krankenhausplanung die Notwendigkeit von drei Standorten infrage gestellt", heißt es in der Reaktion. Mit der beabsichtigten Beschneidung von medizinischen Leistungen wäre nicht nur ein Standort, sondern letztlich perspektivisch das gesamte Klinikum in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Die drei Unterzeichner betonen: "Nur durch das Engagement der Verantwortlichen vor Ort, insbesondere des Landrates, konnten die Pläne des Ministeriums verhindert werden." Kritisiert wird scharf, dass es durch eine Veränderung der Förderrichtlinie für Investitionen im Krankenhausbereich keine Förderung für Einzelbauten mehr gibt. Der letzte, 2008 in Aussicht gestellte Bauabschnitt für den Finsterwalder Standort sei so gestrichen worden.