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| 01:29 Uhr

Neuer Chef für Elsterwerdaer Gewerbe- und Gründerzentrum

Elsterwerda. Der Hauptausschuss der Elsterwerdaer Stadtverordnetenversammlung hat am Montagabend Dieter Hennig, Mitarbeiter in der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung, zum neuen Geschäftsführer der Gewerbe- und Gründerzentrum GmbH (GGZ) bestellt. Die GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt.

Hennig soll sein Amt zum 1. April antreten. Bis dahin fungiere noch der jetzige Geschäftsführer Rainer Zander, der bislang auch als Geschäftsführer der in Liquidierung befindlichen Wohnungsbaugesellschaft mbH Elsterwerda arbeitete und der seit 1. Januar dieses Jahres technischer Leiter im Elbe-Elster-Klinikum ist. Die kaufmännische Verwaltung des GGZ soll weiterhin durch die Neue Gebäudewirtschaft Elsterwerda GmbH (Nachfolger der Wohnungsbaugesellschaft) erfolgen. Hennig, der gegenwärtig verkürzt angestellt ist, solle künftig mit größerem Stundenvolumen, so der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Große, für die Stadt und die GmbH arbeiten.

Das Gewerbe- und Gründerzentrum sei nach Auffassung von Große eine Erfolgsgeschichte. Firmen hätten von dort aus ihren Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Gegenwärtig sei das multifunktionale Gebäude, das über Produktions-, Lager- und Büro- sowie Konferenzräume verfügt, zu etwa 73 Prozent ausgelastet. Das Haus schreibe schwarze Zahlen. Inzwischen sei das Gewerbebindungsprogramm ausgelaufen, das vorschrieb, dass sich Existenzgründer maximal fünf Jahre einmieten dürfen. Das Haus war am 1. Februar 1996 übergeben und mit 85 Prozent von Bund, Land und EU gefördert worden. Existenzgründer schätzen vor allem die günstigen Mietkonditionen, die deutlich unter Marktniveau liegen und die flexible Nutzbarkeit. Ansgar Große strebt eine 100-prozentige Auslastung nach Auslaufen der Gewerbebindungsfrist gar nicht an. “Wir sollten immer in der Lage sein, Unternehmen, die sich in der Gründungsphase befinden, günstige Startbedingungen in Elsterwerda zu bieten„, argumentiert er. Das habe sich bewährt, wie Ausgründungen, die inzwischen eigene Unternehmensstandorte in Elsterwerda haben, belegen würden.

Dabei habe gegenwärtig die Existenzgründung nachgelassen. Zunehmend mehr würden sich Firmen einmieten, die wegen besonderer Produktionsspitzen Erweiterungsflächen benötigen. Nicht selten werde auch einfach nur preiswerter Lagerraum gesucht.

Dennoch soll Hennig nun die Aufgabe erhalten, frischen Wind in das GGZ zu bringen. Elsterwerda müsse als Wirtschaftsstandort wieder mehr publik gemacht werden, forderten Mitglieder des Hauptausschusses. Einen frischen Wind verträgt da zuallererst auch die Internetseite des Gründerzentrums. Da wird heute noch zu einem Existenzgründerseminar im Mai 2009 eingeladen.

Frank Claus