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| 02:46 Uhr

Neue Stele für gefallene Sowjetsoldaten auf Elsterwerdaer Ehrenfriedhof

Elsterwerda. Die Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Elsterwerda sind am 8.

Mai zweigeteilt. Die RUNDSCHAU fragte dazu Bürgermeister Dieter Herrchen.

Erläutern Sie bitte kurz den Ablauf.
Wir haben fraktionsübergreifend beschlossen, uns in einer Gesprächsrunde ab 10 Uhr im Rathaus-Sitzungssaal mit der Historie des Ehrenfriedhofes zu beschäftigen. Darüber ist in der Öffentlichkeit nicht so viel bekannt. Als Gast hat Aleksej Troschin, Sekretär der russischen Botschaft in Berlin, sein Kommen zugesagt. Und wir erwarten aus Vilnius, vorausgesetzt die Anreise mit dem Auto läuft problemlos, die Enkel eines in Elsterwerda namentlich bestatteten Sowjetsoldaten.

In der Runde wird es sicher auch darum gehen, wie die bislang anonym bestatteten Soldaten, deren Namen aber bekannt sind, wieder für die Öffentlichkeit erkennbar werden.
Auch dazu laufen seit Längerem Gespräche. Da es sich um eine denkmalgeschützte Anlage handelt, sind dazu auch Absprachen mit Denkmalbehörden nötig.

Was hat es mit der zu errichtenden Stele auf sich?
Es ist ein Verdienst des Neuburxdorfers Bernd-Jürgen Fritsch, dass wir diese Stele einweihen können. Er hat dabei Unterstützung der Sparkassenstiftung erhalten. Bernd-Jürgen Fritsch hat von drei Hinterbliebenen-Familien der auf dem Elsterwerdaer Friedhof gebetteten Sowjetsoldaten Emailleschildchen mit ihrem Porträt, Namen sowie Geburts- und Sterbedatum erhalten. Sie sind auf der Stele, die auch Platz für weitere Namen bietet, befestigt.

Die Bevölkerung kann an der Kranzniederlegung auf dem Friedhof teilnehmen?
Natürlich. Wir möchten nach der Gesprächsrunde gegen 11.30 Uhr der gefallenen Sowjetsoldaten und aller Opfer des Krieges auf dem Ehrenfriedhof gedenken.

Und auf Sie wartet dann noch eine weitere Einladung?
Das stimmt. In bin am 9. Mai eingeladen, an den Gedenkfeierlichkeiten in der Botschaft der Russischen Förderation in Berlin teilzunehmen. Das ist sicher darauf zurückzuführen, dass die Stadt Elsterwerda unter anderem wegen des Ehrenfriedhofes im ständigen Kontakt mit der Botschaft steht. Es ist im Übrigen eine Gedenkveranstaltung, die die russische Botschaft gemeinsam mit weiteren acht Botschaften ehemaliger Sowjetrepubliken ausrichtet.

Mit Dieter Herrchen

sprach Frank Claus.