ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Neue Landschaft bei Lauchhammer

Lauchhammer. Im Norden von Lauchhammer – bis weit in den Elbe-Elster-Kreis hinein – entsteht nach der Kohlezeit eine komplett neue Landschaft. Manfred Feller

Seit Jahren wird dort mit Millionenaufwand von der LMBV geplant und in deren Auftrag saniert. Was dort schon geschehen ist und noch passieren muss, dass erfuhren die Mitglieder des Arbeitskreises Lauchhammer/Tröbitz-Domsdorf des Braunkohleausschusses Brandenburg während ihrer inzwischen 70. Beratung, die eine Befahrung war.

Die Tour von Vertretern aus Verwaltungen, Verbänden und Institutionen führte zu großen Teilen auf unbefestigten Wegen und Straßen im schaukelnden Lkw durch ein ansonsten großflächig fast vollständig gesperrtes Gebiet. Doch wie zu hören war, erkunden Neugierige und Naturfreunde die Gegend verbotenerweise schon seit Längerem. Die Tour führte den Arbeitskreis von der Schwarzen Keute (einem alten Quellgebiet bei Sallgast) über die Mastkippe und den Schmalen See (Restloch 104) bei Kleinleipisch bis hin zum Koynesee (Restloch 113) und zur Abwasserentflechtung im Bereich des Restloches 103 in Lauchhammer-Nord. Insgesamt handele es sich um einen Teil des Grund- und Oberflächenwasser-Abflussbereiches im Gebiet der ehemaligen Tagebaue Kleinleipisch und Klettwitz.

Während der nach wie vor laufenden Sanierung auf dem riesigen Areal werden heute die landschaftsbaulichen Voraussetzungen dafür getroffen, dass das Wasser gezielt nach Süden in Richtung der Schwarzen Elster um Lauchhammer herumgeleitet wird.

Die Mitglieder des Arbeitskreises erfuhren von den Fachleuten aber auch Neues über Sonderprojekte im Umfeld von Lauchhammer. Zum Beispiel zu der seit 2007 gesperrten Landesstraße 60 zwischen Lauchhammer und Lichterfeld. Sie soll im September 2009 freigegeben werden. Arbeitskreisleiter Joachim Müller kündigte jedoch an, dass diese Straße wohl zwischen 2010 und 2012 erneut dichtgemacht werden müsse, weil einige gefährdete Abschnitte noch verdichtet werden müssen. Wo, das sehe man an den Wellen und Senken der auf Kippenboden angelegten Straße, ergänzte LMBV-Projektmanager Peter Rössiger. Die hydrologischen Untersuchungen und Bewertungen sollen Aufschluss darüber geben, wo unbedingt verdichtet werden müsse. Die aufwendigen Arbeiten sollen aufgrund der hohen Kosten nur dort ausgeführt werden, wo es absolut notwendig ist.