Über so ein umfangreiches Chronikmaterial seit dem politischen Umbruch 1990 dürfte kaum ein Bauernverband im Land Brandenburg verfügen. Der in Elbe-Elster schon. Jetzt ist bereits der dritte Teil der Chronik erschienen, erneut herausgegeben von Dieter Kestin, von 2000 bis 2009 Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und im Ruhestand noch immer eng mit der Landwirtschaft verbunden.

Nach den Broschüren über die Jahre 1990 bis 2010 und 2011 bis 2013 liegt nun die Zusammenfassung der landwirtschaftlich relevanten Ereignisse für die Jahre von 2016 bis 2019 vor.

Sinkende Erzeugerpreise belasten Landwirte in Elbe-Elster

Da wird an die Wahl von Dorsten Höhne zum neuen Chef des Kreisbauernverbandes erinnert und die Arbeit der Wählergemeinschaft Landwirtschaft, Umwelt, Natur (Lun) im politischen Alltag des Landkreises thematisiert. Vordergründig geht es aber um Entwicklungen in der Landwirtschaft, die im Jahr 2016 vor allem von sinkenden Erzeugerpreisen bestimmt waren. Mehrere Betriebe, so ist zu entnehmen, haben die Milchproduktion eingestellt und Mastschweinbestände reduziert.

Dürre beeinflusst die Landwirtschaft in Elbe-Elster

Gleichzeitig wird von nicht geringen Investitionen in Maschinen und moderne Anlagen zur Tierhaltung berichtet. Im Jahr 2017 beginnen die Debatten um den Kiesabbau im Mühlberger Raum, der den dortigen Bauern wertvolle Böden nimmt.

Der Wolf wird immer mehr zum Thema, ab 2018 verdichten sich die Anzeichen, dass die Afrikanische Schweinepest näher an Deutschland heranrückt. 2018 geht als das Jahr von Hitze, Trockenheit und Noternten in die Chronik ein. Im Jahr 2019 verschärfen sich die Debatten um eine Neuausrichtung der Landwirtschaft.