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Neue Erdgas-Fernleitung wird in zwei Wochen fertig sein

Plessa.. Noch bis zum 23. Juli werden sich die Bauarbeiten an der Erdgasfernleitung zwischen Lauchhammer und Plessa hinziehen. Auf einer Strecke von 3,2 Kilometern wurde parallel zur Bundesstrasse B 169 die alte Fernleitung ausgebaut und durch einen 500 Millimeter starken Neubau ersetzt. Veit Rösler


Die Strecke wurde bereits am 24. April außer Betrieb genommen und gleichzeitig über Umleitungsstrecken des Erdgasfernleitungsnetzes überbrückt. Für den Kunden bleibt die Maßnahme unbemerkt. Fernleitungen halten meist viele Jahre ihren Aufgaben stand, sie können sehr alt werden. Ersatzneubauten werden nicht selten durch die Steigerungen der Verkehrsdichte und neue, strengere Sicherheitsvorschriften notwendig. Ebenso wird bei Kontrollen ermittelt, wie lange die Leitungen ihren Dienst noch tun können.
Neben der Belastung durch die viel befahrene Bundesstraße ist der Abschnitt zwischen Lauchhammer und Plessa mitunter von Überschwemmungen betroffen. Wenn die neue Erdgastrasse in Betrieb geht, wird hier ein Druck von 25 bar anliegen. Zum Vergleich: Ein Autoreifen hält einen Druck von rund 2 bar.
Über die neue Leitung werden Kraftwerke und Regionalgasversorger beliefert. Das Erdgas kommt zu 50 Prozent aus Russland und zu je 25 Prozent aus Norwegen und deutschen Lagerstätten. Es wird wie in einer überdimensionalen Luftpumpe durch mehrere Verdichterstationen gasförmig transportiert. Die Lagerstätten in Russland liegen bis zu 5000 Kilometer vom Endverbraucher entfernt. Nach der Fertigstellung der Tiefbauarbeiten wird die Baustelle rekultiviert.