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| 02:37 Uhr

Neuburxdorf mit gutem Draht nach oben

Etwa 100 Neuburxdorfer und Gäste sind zur Försterei gewandert. Sie konnten sich zwischen zwei Strecken entscheiden: auf direktem Weg sind es fünf Kilometer, über das Lager sind es acht Kilometer. Besucher waren Kinder, junge Menschen, Familien und Senioren.
Etwa 100 Neuburxdorfer und Gäste sind zur Försterei gewandert. Sie konnten sich zwischen zwei Strecken entscheiden: auf direktem Weg sind es fünf Kilometer, über das Lager sind es acht Kilometer. Besucher waren Kinder, junge Menschen, Familien und Senioren. FOTO: mcl1
Neuburxdorf. Die Winterwanderung in Neuburxdorf ist eine schöne Tradition: Bereits im Vorfeld erklärte Bettina Zukunft, Vorsitzende des Heimatvereins: "Wir hatten eigentlich immer schönes Wetter." Dabei unterschlägt sie, dass eine der Touren sogar einmal wegen zu viel Schnee ausgefallen war. Mona Claus / mcl1

Diesmal sollte sie wieder recht behalten. Es wurde eine Winterwanderung, wie sie im Buche steht, bei Temperaturen um null Grad und mit großen Schneeflocken.

In zwei Gruppen ging es am Sonntag entweder auf direktem Weg (5 Kilometer) durch die Siedlung am Waldrand entlang, oder man nahm mit Heimatforscher Bernd-Jürgen Fritsch den Weg durch das Lager Mühlberg (8 Kilometer). Treffpunkt war die Försterei im Wald hinter der Siedlung, einem Grundstück, das Hermann Dewitz gehört.

Bunt war das Völkchen, das sich durch den immer schöner werdenden Sonntag führen ließ. Sorgten sonst eher naturkundliche Themen für Unterhaltung auf dem Weg, war es in diesem Jahr der geplante Kiesabbau, der für hitzige Diskussionen sorgte. Daran zu denken, einmal Haus und Grundstück verlassen zu müssen, weil nicht der Kohlebagger, aber der Kiesräumer vor der Tür parkt, sorgt für Emotionen unter den Neuburxdorfern und ihren Mitwanderern aus angrenzenden Orten.

Die Mitstreiter von Röcks Biergarten und Ronald Hantel hatten den Aufbau vor Ort übernommen. Dazu musste, wie er erzählt, erst einmal eine Stunde Schnee geräumt werden, um Platz zu schaffen für Feuerstellen, Suppenkessel, Grill und provisorischen Ausschank. Die Wanderer honorierten es mit gutem Appetit und Durst. Neben Erbseneintopf und Gulasch gab es traditionell auch heiße Flecke. Bereits um 11 Uhr wurde der erste Suppenteller gefüllt. Die letzten Wanderer - sie hatten sich mit Schlitten, Hund und Kindern aufgemacht - kamen gegen halb eins an den "Tisch".

"Anfangs", so erzählt die Vereinschefin, "organisierte diese Wanderung der Sportverein, aber den gibt es nicht mehr." Der Heimat- und Naturschutzverein hat sich das Event auf die Fahnen geschrieben und fährt gut damit - es kommt an. Kinder kreischen und spielen im Schnee, überall stehen Gruppen verschiedener Altersklassen, sie prosten sich zum neuen Jahr zu oder tauschen sich aus, so wie auch Isolde Raddatz aus Bönitz, Silvana Richter auch Neuburxdorf und Monika Gliemann aus Möglenz. Letztere ist erstmals dabei und begeistert von diesem Angebot. Für Angela Zippel aus Lausitz gleicht die Wanderung einer Auszeit, sie ist Stammgast.

"Sonst fand der Spaziergang immer zwischen den Feiertagen statt. Diesmal erstmals im neuen Jahr. Deshalb sind es diesmal auch keine 150 Wanderer", erzählt Vereinschefin Bettina Zukunft. Viele Neuburxdorfer nehmen sonst ihre ganze Verwandtschaft, die auf Besuch weilt, mit. "Dann wird's mal nicht so teuer für uns", witzelt ein Einheimischer.

Für die Planung steht bereits der nächste Termin: 30. Dezember. Und dann geht es pünktlich 10.30 Uhr vom Ortskern aus in Richtung "Grüne Heide" - ebenfalls ein Fleckchen im Wald mit Jagdhütte und Kinderspielplatz. Andere kennen dieses unter "Rauten", es liegt zwischen Möglenz und Neuburxdorf.