Amtsdirektor Göran Schrey weist darauf hin, dass die untere Bauaufsicht des Landkreises das Objekt und auch diverse Mängel im Blick habe.

Dies bestätigt Kreissprecher Torsten Hoffgaard. Demnach stamme der Industrieschornstein Nr. 1 (115,20 m) aus der ersten Bauphase von 1926 bis 1928. Die zweite Esse (120 m) sei der dritten Ausbauphase des Kraftwerkes von 1936 bis 1942 zuzuordnen.

Weiter heißt es: Punktuell verteilte Abplatzungen an den Klinkern, dem als „abscherbeln“ der Oberfläche bezeichneten Prozess, seien bei dem Denkmal seit Jahrzehnten als Langzeitprozess zu beobachten. Die zu Grunde liegenden chemischen und bauphysikalischen Prozesse würden sich bei gleichbleibenden Bedingungen fortsetzen.

Aus diesem Grunde werden der Zustand des Denkmals in einem regelmäßigen Monitoring überwacht und die Schadensentwicklung dokumentiert. Eine aktuelle Zustandsbesichtigung durch die untere Denkmalschutzbehörde im April 2019 konnte eine akut aufgetretene Gefahr bzw. eine grundlegende Situationsveränderung nicht bestätigen.

Derzeit werde die Eigentümerin innerhalb des regelmäßigen Monitorings hinsichtlich des Erbringens baustatischer Nachweise und Sicherungsmaßnahmen angehört.