Nach der Kritik einer Mühlbergerin an der holprig gepflasterten, schrägen Zufahrt zum Friedhof in der Hans-Birke-Straße in Mühlberg (die Rundschau berichtete) wird es Veränderungen geben. Ältere Rollstuhlfahrer kommen dort ohne fremde Hilfe gar nicht hinauf. Auch manch ein Rollator-Nutzer hat arge Probleme.

Zwei Vor-Ort-Termine

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten werden sich die vorgesehenen Verbesserungen jedoch in Grenzen halten, wie Kirchenbaureferent Heiko Müller vom evangelischen Kirchenkreis Bad Liebenwerda auf Rundschau-Nachfrage informiert.

Nach zwei Vor-Ort-Terminen mit Kirchenvertretern, der Stadt und der unteren Denkmalbehörde des Landkreises sei vorgesehen, die Natursteine komplett herauszunehmen und neu zu verlegen.

Der Vorteil dieser Pflasterung sei, dass das Regenwasser zwischen den Steinen weiterhin abfließen kann. Bei Betonpflaster bestünde im Winter die Gefahr, dass sich Eis bildet.

Außerdem sei vorgesehen, ein zweites Geländer aufzustellen, das bis zum Gehweg reicht. Dieses helfe zwar den Rollatornutzern und Rollstuhlfahrern nicht, aber allen anderen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Alle Veränderungen, so Heiko Müller, sollen bis zum Ende des zweiten Quartals 2020 vorgenommen werden. „Wenn alles fertig ist, werden wir sehen, ob es so reicht“, sagt er.

Flache Einfahrt verworfen

Die betroffene Rollstuhlfahrerin, die den jetzigen Zustand kritisiert hatte, hätte eine andere Lösung favorisiert, wie sie während der ersten Vor-Ort-Runde angesprochen worden war: das Abflachen der Einfahrt bis hinauf auf den kirchlichen Friedhof.

Dadurch wäre man jedoch in den Fundamentbereich der Torpfeiler gekommen, so Heiko Müller, und hätte diesen beidseitig mit hohem Aufwand unterfangen müssen. Dies sei zu kompliziert und wurde deshalb verworfen.