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| 10:10 Uhr

Chaos in Elsterwerda
Beim Milchverarbeiter ODW stehen die Maschinen still

Auch die H-Milch-Strecke bei der ODW Frischprodukte GmbH in Elsterwerda steht nach der Trinkwasserhavarie still.
Auch die H-Milch-Strecke bei der ODW Frischprodukte GmbH in Elsterwerda steht nach der Trinkwasserhavarie still. FOTO: Veit R“sler/vrs1
Elsterwerda. Die Einhaltung der Kühlkette ist ebenfalls gefährdet. Von Frank Claus

Die Havarie an der Trinkwasserhauptleitung aus dem Wasserwerk Oschätzchen führt seit Dienstagabend zu enormen Problemen beim Trinkwasser-Hauptabnehmer des Wasserverbandes Elsterwerda, der ODW Frischprodukte GmbH.

„Es ist eine Katastrophe. Wir mussten alle Maschinen abstellen“, sagt Geschäftsführer Uwe Bucken am Mittwochfrüh. Doch das sei nicht alles. „Die Kühe hören ja nicht plötzlich auf, Milch zu geben. Wir müssen die Milchtransporter jetzt in andere Werke umlenken, denn wir können die Tanks nach der Entleerung nicht reinigen.“ Damit nicht genug: Auch was bereits produziert wurde, ist in Gefahr.

„Unsere Kühlkompressoren sind wassergekühlt. Wir können eine gewisse Zeit überbrücken. Aber es wird alles eine Frage der Zeit“, sagt der Geschäftsführer, der im ständigen Kontakt mit dem Koordinator an der Havariestelle ist. Das Unternehmen verbraucht täglich zwischen 1000 bis 1500 Kubikmeter Trinkwasser für die Produktion, Reinigung von Anlagen und die Kühlung. Hergestellt werden unter anderem Milch der Marke „Mark Brandenburg“, Joghurt und Desserts.

Und selbst an die scheinbar profanen Dinge muss am Mittwochmorgen gedacht werden: „Für die Mitarbeiter habe ich erst einmal einen Lkw voll Dixi-Klos anfahren lassen“, sagt Geschäftsführer Uwe Bucken. Etwa 200 Beschäftigte arbeiten bei ODW im Schichtbetrieb.