Die Havarie an der Trinkwasser-Hauptleitung vom Wasserwerk Oschätzchen nach Elsterwerda soll sich nicht wiederholen. Am 1. August 2018 war im Bereich der damaligen Wehrbaustelle Würdenhain ein zwei Meter langer Riss in dem 400er-Stahlgussrohr, verlegt Ende der 1970er-/Anfang der 1980er-Jahre, festgestellt worden. Etwa 13 000 Einwohner in Elsterwerda und Umgebung sind zeitweise von der zentralen Versorgung abgeschnitten gewesen und mussten mobil versorgt werden.
Zur Versorgung der Einwohner waren 2018 Notwasserstationen eingerichtet worden. Hier am Rathaus in Elsterwerda
Zur Versorgung der Einwohner waren 2018 Notwasserstationen eingerichtet worden. Hier am Rathaus in Elsterwerda
© Foto: Frank Claus
Bald darauf wurde festgelegt, dass die alte Leitung auf insgesamt 9,1 Kilometern Länge ersetzt werden muss. Die Kosten belaufen sich nach Auskunft von Maik Hauptvogel, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Elsterwerda (WAV), zwischen drei und fünf Millionen Euro.
Teilweise kann die neue 400er-PE-Leitung im vorhandenen Korridor verlegt werden. Auf anderen Abschnitten musste eine neue Trasse festgelegt werden. Dafür sind zusätzliche Genehmigungen einzuholen, neue Verträge abzuschließen und Dienstbarkeiten einzutragen, weil die Leitung durch privates und kommunales Land verlegt werden soll. Davon betroffen ist auch die Gemeinde Röderland. In der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertreter am 24. Juni ab 19 Uhr im Bürgerhaus Haida geht es neben der Einwohnerfragestunde und dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet am Baumgartenweg und am Kotschkaer Weg“ in Prösen genau darum.
Nach dem meterlangen Riss in der Trinkwasserhauptleitung bei Würdenhain Der Schaden durch die Havarie ist enorm

Elsterwerda

Bau der neuen Trinkwasserleitung in Elsterwerda beginnt 2021

Bei den Vorbereitungen zum Leitungsneubau hat es laut Maik Hauptvogel Verzögerungen gegeben. Die Ausschreibung solle nun im Juli erfolgen, die Vergabe spätestens im Oktober. Mit dem Baustart beim ersten von mehreren Abschnitten rechnet er im Frühjahr 2021. Das Projekt werde sich über mehrere Jahre hinziehen. Ein Problem: Durch Corona hätten sich die Lieferzeiten für die PE-Rohrsegmente auf zwölf bis 16 Wochen verlängert.