Bereits vor dem Aus hatte Betreiber Hartwig Schneider aus Kraupa wenig Hoffnung verbreitet, dass sich kurz vor Toresschluss noch ein Interessent meldet (die RUNDSCHAU berichtete). Dies sei auch bis heute nicht geschehen. Er sei auf jeden Fall gesprächsbereit. Gesundheitliche Gründe hätten ihn und seine Frau gezwungen, das Geschäft aufzugeben. Die zwei Beschäftigten seien nahtlos in Rente gegangen. Seit Längerem geschlossen sind bereits die einst ebenfalls familiär betriebenen Lebensmittelgeschäfte mitten in Elsterwerda und Prösen.

Unterdessen sucht der ehrenamtliche Hohenleipischer Bürgermeister Lutz Schumann weiter nach einer Alternative: „Wir haben Ideen. Eventuell geht etwas über Fördermittel für den ländlichen Raum.“ Andere Gemeinden in Brandenburg und darüber hinaus haben sich auf diese oder ähnliche Weise selbst helfen können. Nach Auskunft des Bürgermeisters hätten Bäcker und Fleischer gegenüber der Bushaltestelle in der Ortsmitte aufgrund der genannten Geschäftsschließung schon mehr Waren des täglichen Bedarfs in ihr Sortiment genommen.