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Nach Feuer startet Wiederaufbau des Jugendclubs in Hirschfeld

Wie beim Kulturhaus in Plessa schützt ein großes Dach die Reste des Jugendclubs in Hirschfeld. Der Wiederaufbau ist beschlossene Sache.
Wie beim Kulturhaus in Plessa schützt ein großes Dach die Reste des Jugendclubs in Hirschfeld. Der Wiederaufbau ist beschlossene Sache. FOTO: W. Kniese/wkn1
Hirschfeld. Die Vorbereitungen für den Wiederaufbau des im Januar niedergebrannten Jugendclubs in Hirschfeld sind so weit vorangekommen, dass die Arbeiten voraussichtlich im September beginnen können. Die Gemeinde als Bauherr ist dabei von der zahlenden Versicherung abhängig, die die Bauaufträge erst freigeben muss, sagt der Abgeordnete Alf Richter. Manfred Feller

Er ist als Vorsitzender des Bauausschusses von der Gemeindevertretung als Aufbaukoordinator bestellt worden. Die Amtsverwaltung erledigt alle behördlichen Aufgaben.

Der Hirschfelder, von Hause aus Diplom-Ingenieur für Energietechnik, zeigt aktuell bei der Modernisierung der Sporthalle, dass er derartige Projekte perfekt leiten kann.

Nach dem verheerenden Feuer mitten in dem Dorf hatten Brandermittler der Kriminalpolizei die Ursache bald ermittelt. Ein Kabelbrand soll die Ursache gewesen sein. Die Elektroinstallation in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1830 könnte zumindest teilweise aus der Anfangszeit der Elektrifizierung stammen.

Eine Kostenschätzung hat nach den Worten von Alf Richter ergeben, dass der Schaden, den das Feuer angerichtet hat, bei 250 000 Euro liegen soll. Die ersten rund 40 000 Euro seien bereits für den Teilabriss, die Entkernung und das fachgerechte Entsorgen der Materialien ausgegeben worden. Ein von einem Baugerüst gestütztes Dach schützt die Reste des Gebäudes seit dem Frühjahr vor Feuchtigkeit. Dachstuhl und Decke mussten komplett zurückgebaut werden. Es sind fast nur noch die Grundmauern übriggeblieben.

Das Amt habe, so Alf Richter, zum Glück solche Versicherungsverträge für die öffentlichen Gebäude ausgehandelt, die die Wiederherstellung wie vor dem Schadensereignis und die Verbesserung nach heutigem Standard ermöglichen.

So wird es mit Zustimmung und unter Aufsicht der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises kleine Veränderungen zum ursprünglichen Zustand geben, die das Baurecht verlangt. Ein öffentliches Gebäude muss mit einer Rampe und einem Behinderten-WC ausgestattet sein. Der Kompromiss: Eine mobile Rampe wird auf die steinerne Treppe gesetzt.

"Auch der Brandschutz hat Anforderungen", sagt Alf Richter. Um das Straßenbild nicht verändern zu müssen, wird auf der Hofseite eines der zu kleinen Fenster derart vergrößert, dass daraus Menschen gerettet werden können. Die übrigen Fenster bleiben drin, müssen jedoch aufgearbeitet werden. Für das Bauvorhaben musste zudem eine Baugenehmigung eingereicht werden.

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, seien die ersten Ausschreibungen auf den Weg gebracht worden. "Vor dem Winter muss das Dach drauf und das Gebäude dicht sein", gibt der Koordinator die Marschrichtung vor. Er rechnet im zweiten Quartal 2018 mit der Wiedereröffnung.