Auch in Coronazeiten lässt sich improvisieren, wie Frank Werner vom Orchester der Bergarbeiter Plessa weiß. „Tagelang warten wir auf den Regen. Nichts passiert. Immer nur heiß. Und ausgerechnet am frühen Sonntagabend ist das Wetter in dieser Beziehung unzuverlässig und lässt ein Konzert auf der Wiese vor dem Kulturhaus nicht zu, wie eigentlich geplant“, berichtet er. Erneut ist es von Vorteil, dass Plessa im Kulturhaus einen großen Saal hat. Die Stühle werden entsprechend auf Abstand gestellt.

Jugendblasorchester verabschiedet sich mit Mozarts Nachtmusik

Zahlreiche Gäste begeistert das Konzert einer kleinen Besetzung des Jugendblasorchesters mit sechs Blechbläsern plus Schlagzeug. Auf dem Vorplatz und der kürzlich eingeweihten Bergbaubank, so berichtet Frank Werner, hören bei weit geöffneten Fenstern weitere Interessierte dem Konzert zu. Eine bunte Mischung aus traditioneller Blasmusik, modernen Melodien und Klassik habe für beste Stimmung gesorgt. Ohne Zugaben seien die Musiker nicht von der Bühne gekommen. Frank Werner: „Als letzte Zugabe erklang von zwei Tenorhörnern und der Tuba dargeboten die kleine Nachtmusik von Mozart als Verabschiedung in den noch immer lauen Sommerabend.“
Eine Kritik, so berichtet der Musiker, habe es aber gegeben: „Wir hatten leider keine Spendenbox aufgestellt. Eine Reihe von Besuchern fragte danach. Beim nächsten Mal geloben wir Besserung.“ Wer trotzdem etwas Gutes für die Orchesterkasse tun möchte, könne gern einen Betrag auf das Vereinskonto des Jugendblasorchesters der Bergarbeiter Plessa überweisen (IBAN: DE 21180510001201191196). Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.