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Der Landkreis stärkt Tourismuseinrichtungen
Der Bus als Tourismusmotor

Sie haben Museumslinie und Wonnemar-Ticket- vorgestellt: Wonnemar-Marketingchefin Susanne Ott. Holger Dehnert, Geschäftsführer der VerkehrsManagement Elbe-Elster, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Olaf Kochen (Wonnemar) und der Inhaber des Reisebusunternehmens Obst, Matthias Herling (von links), der die Museumslinie bedient.
Sie haben Museumslinie und Wonnemar-Ticket- vorgestellt: Wonnemar-Marketingchefin Susanne Ott. Holger Dehnert, Geschäftsführer der VerkehrsManagement Elbe-Elster, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Olaf Kochen (Wonnemar) und der Inhaber des Reisebusunternehmens Obst, Matthias Herling (von links), der die Museumslinie bedient. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Der Landkreis und die VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH stärken touristische Einrichtungen mit einer erweiterten Museumslinie und einem Wonnemar-Bus-Kombi-Ticket. Von Frank Claus

An Wochenenden und an Feiertagen sind das Museum in Mühlberg und der Pfarrgarten in Saxdorf nicht zu erreichen. Das hat der Landkreis Elbe-Elster bei Tourismus-Messen immer wieder „aufs Brot geschmiert“ bekommen. Doch seit dem vergangenen Jahr stimmt das nicht mehr. Im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ ist die Museumslinie eingeführt worden, die drei Mal täglich den Bahnhof Falkenberg mit eben diesen Ausflugszielen verbunden hat. Wirtschaftlich effizient war der Buseinsatz im ersten Jahr noch nicht, „aber von der Nutzung stetig steigend“, wie Holger Dehnert, Geschäftsführer der VerkehrsManagement GmbH, versichert. Durchschnittlich seien täglich etwa 50 Fahrgäste gezählt worden.  Der Landkreis wisse, dass es eines längeren Atems bedarf, um diese neuen Serviceangebote bekannt zu machen. Deshalb legt er in Kooperation mit der VerkehrsManagement GmbH die Museumslinie nicht nur neu auf, sondern erweitert das Angebot sogar. Die Busse fahren nun nicht nur zwischen Falkenberg und Mühlberg sondern weiter bis nach Bad Liebenwerda. „Wir wollen so auch das dortige Kreismuseum mit seiner Marionettentheaterausstellung einbeziehen und Fahrten in das Wonnemar anbieten“, sagt Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) am Donnerstag bei der Präsentation der neuen Linie.

Doch damit nicht genug. Der Bus soll auch Einheimischen mehr Möglichkeiten geben, am Wochenende touristische Ziele zu erreichen, wenn man nicht im Besitz eines Autos ist. In zahlreichen Orten zwischen Falkenberg und Bad Liebenwerda hält der Bus.

Zu günstigen Konditionen ist ein Wonnemar-Ticket aufgelegt worden – das gilt an allen Wochentagen. Kinder zahlen für einen vierstündigen Aufenthalt im Sport- und Erlebnisbad 9,90 Euro. Wenn sie mit dem Bus anreisen, zahlen sie, egal aus welcher Ecke des Landkreises sie kommen, nur 1,10 Euro mehr – und das für Hin- und Rückfahrt. Der Eintritt für Erwachsene kostet normal 11,90 Euro – bei Anreise mit dem Bus 12,50 Euro. Auch für Familien gibt es günstige Konditionen und Saunagänger dürften ebenfalls erfreut sein. Wer mit dem Bus kommt, der übrigens direkt vor dem Wonnemar hält, zahlt zum üblichen Eintrittspreis von 14,90 Euro für vier Stunden nur zehn Cent mehr und sichert sich damit Hin- und Rückfahrt mit dem Bus – egal aus welcher Ecke des Kreises. Die Museumslinie an den Wochenenden und Feiertagen verkehrt vom 28. April bis zum 7. Oktober. Das Wonnemar-Spezial-Ticket ist bereits gültig.

Susanne Ott, Marketingchefin im Wonnemar, freut sich über diesen neuen Service für die Kunden und die Unterstützung des Hauses, das jährlich etwa 280 000 Besucher zählt. Schon jetzt halten montags bis freitags rund 50 Linienbusse pro Tag an der Bushaltestelle Wonnemar in Bad Liebenwerda. Und trotzdem sei in diesen Tagen der Auto-Parkplatz rammelvoll. Etwa 1500 Gäste seien allein am Donnerstag gezählt worden.