Durch die neue LTE-(4G)-Station in Bad Liebenwerda, Am Schwarzgraben, soll sich die Mobilfunkversorgung für Telefonate und digitale Anwendungen verbessert haben. Das hatte der Netzbetreiber Telefónica Deutschland unlängst mitgeteilt. Dies sei nur eine Maßnahme von vielen im Landkreis Elbe-Elster im Zuge des Ausbaus seines O2-Mobilfunknetzes.
Nach der Veröffentlichung hatte es vereinzelt Kritik aus der Kurstadt gegeben. Demnach soll das O2-Netz Tage und sogar Wochen so gut wie gar nicht funktioniert haben. LTE sei auf dem Handy zwar angezeigt worden, jedoch habe es keinen Empfang gegeben.

Optimierungsmaßnahmen nach dem Start einer LTE-Station

Auf Nachfrage bestreitet dies der Netzbetreiber. Es könne lediglich während der Bau- und Installationsphase maximal eine kurzfristige Abschaltung vorgenommen worden sein. Mehr jedoch nicht. Dort, wo LTE-Stationen in Betrieb gegangen seien, würden allerdings auch danach noch Optimierungsmaßnahmen laufen.
Wenn 4G nicht funktioniere, suche sich das Handy den besten verfügbaren Standard darunter. Kunden, die Probleme haben, werden gebeten, sich an den Service von O2 zu wenden. Es könne auch am Endgerät liegen, heißt es. Darüber hinausgehende Beschwerden über Funknetzprobleme seien nicht eingegangen.

Reichweite in Stadt und Land unterschiedlich

Im Landkreis Elbe-Elster habe Telefónica Deutschland in diesem Jahr bereits etwa ein Dutzend LTE-Stationen installiert. Beispielhaft genannt werden auch Falkenberg, Sonnewalde, Schlieben, Bahnsdorf und Finsterwalde.
Die Reichweite der Stationen sei je nach genutzter Frequenz unterschiedlich. In ländlichen Gegenden werde mit 800 Megahertz gearbeitet. Damit stelle man die Versorgung im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern sicher. In Städten komme LTE 2100 zum Einsatz. Hier betrage die Reichweite zwar nur zwei bis drei Kilometer, dafür würden sich deutlich mehr Kunden die zur Verfügung stehende Kapazität teilen.